Passend zum Höhepunkt der jecken Jahreszeit gibt es vom Musikpiraten e.V. noch einen CC-Leckerbissen: Creative Carnival - Schluß mit lustig! ist der ultimative Party-Sampler mit Creative Commons-Musik. So lautet zumindest das sachkundige Urteil des Testhörers.
Rock, Pop, Elektro, Rap, dieser Sampler sollte auf keiner Karnevalsparty fehlen. Aber Vorsicht: Gerade die Bands aus dem Dunstkreis rund ums frivole Burgfräulein greifen auch gerne mal zu recht derben Worten. :)
Auch diesen Monat wird es wieder elektronisch. Auf speziellen Wunsch eines treuen Lesers haben wir dem Berliner Chillheimer ein wenig auf die Zähne gefühlt. Natürlich nicht, ohne vorher seine Musik ausführlich zu testen, dabei entdeckten wir dann ein paar echte Schmuckstücke.
Das Manifest der kultuerellen Allmende (engl: Public Domain Manifesto) wurde im Rahmen des Communia-Projekts verfasst, einer europäischen Initivative zur Stärkung der kulturellen Allmende. Der nun veröffentliche Texte wurde von den verschiedenen Mitgliedern des Projekts letztes Jahr diskutiert und beschlossen.
Neben der Mailingliste gibt es jetzt auch einen Newsletter. Selbiger wird natürlich auch weiterhin auf die Mailingliste geschickt. Und an ein paar Listen der Piratenpartei. :) Also eigentlich gibt es kaum eine Chance, der wöchentlichen Zusammenfassung zu entgehen.
Creative Commons-Musikveröffentlichungen gibt es viele. Sehr viele. Um hier aus der Masse herauszustechen muss sich ein Künstler schon etwas besonderes einfallen lassen - und damit ist jetzt nicht eine professionelle Produktion gemeint, auch wenn das dem ein oder anderen sicherlich nahezulegen ist. Genug der Seitenhiebe und zum Thema dieses Artikels: dem wahrscheinlich längsten CC-Musikrelease aller Zeiten!
Ein Release, 15 Stunden, 2 GB freie Musik. Selbst die "Sammelreleases" von phlow und Mixotic kommen hier nicht heran. Dazu kommt, dass "The Faust Cycle" ein in sich abgeschlossens Werk des Künstlers Ergo Phizmiz. Veröffentlicht wurde dieses Werk vom Weimarer Netlabels Headphonica. In Weimar lebte bekanntermaßen Johann Wolfang von Goethe und verfasste dort große Teile von "Faust" und "Faust. Der Tragödie zweiter Teil". Die Welt ist wahrlich ein Dorf.

Endlich fertig... Wir haben die finale Version von Valkaama mit der Filmmusik von Michael Georgi veröffentlicht.
Langsam aber sicher scheint dem Bundesverband Musikindustrie die Diskussion um die Entschärfung des Urheberrechts ernsthaft unangenehm zu werden. Vor allem die immer wieder aufkommende Diskussion um eine sogenannte Kulturflatrate übt offensichtlich Druck aus. Nun wurde vom BVMI ein Positionspapier mit zehn Argumenten gegen die "Kulturflatrate" veröffentlicht.
Recht haben und Recht bekommen sind zwei verschiedene Paar Schuhe, wie Barbara Clear vergangene Woche abermals erfahren musste. Die bayerische Folk-Rock-Musikerin versucht seit letztem Jahr, von der GEMA mehr Geld zu bekommen. Als Veranstalterin von Konzerten hatte sie innerhalb von vier Jahren 65.000 Euro abgeführt. 50% der von ihr dann aufgeführten Stücke waren selbst komponiert. Sie zog also großzügig eine Pauschale für die GEMA ab und rechnete mit 27.000 Euro. Die GEMA gab sich großzügig und bot 5.000 Euro an. Barbara klagte dagegen und verlor.
Sollte stimmen, was die Ruhrnachrichten schreibt, so wäre das weiteres Wasser auf die Mühlen derjenigen, die GEMA stetig kritisieren. Für die Lieder "Oh Tannenbaum", "Kling Glöckchen" und "Jingle Bells" sind 23,01€ zu zahlen.
Am 18. Dezember hatten Kinder der Eintracht-Grundschule und des AWO-Kindergartens auf dem Weihnachtsmarkt die drei Lieder gesungen und vorher bei der GEMA angemeldet, dafür kam nun eine Rechnung über 23,01€. Einen Hoffnungsschimmer gibt es aber: Die Musiktitel wurden jetzt bei der GEMA eingereicht. Die drei genannten Stücke sind definitiv gemeinfrei und somit nicht abgabenpflichtig.
Während in Deutschland die GEMA sich strikt weigert, über Creative Commons-Lizenzen auch nur nachzudenken und sie als "Entrechtung der Urheber" ansieht, ist man im nahen Norden etwas freigeistiger. In Schweden, Dänemark und Holland laufen Experimente, ob und wie Künstler Rechteverwertung und CC kombinieren können und wollen. Letzten Samstag haben jetzt Matthijs Bobeldijk (Buma/Stemra) und der CC-Aktivist Paul Keller auf dem Noorderslag-Festival in Groningen erste Ergebnisse einer Studie über den dortigen CC-Pilotversuch vorgestellt.
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