Ashes von Josh Woodward
Josh Woodward ist sicherlich vielen Fans freier Musik ein Begriff. Seine Stücke wurden über dre Millionen mal heruntergeladen und finden sich regelmäßig in den Jamendo-Charts wieder. So zum Beispiel sein neues Album "Ashes", das auf Platz 3 rangiert. Die Arbeit an diesem Album hat nach eigenen Angaben doppelt so lange gedauert wie bei seinen restlichen Alben. Das merkt man dem neuen Album, von dem Josh Woodward sagt, dass er nicht geglaubt hätte zu so etwas fähig zu sein, auch deutlich an. Der Multiinstrumentalist stellt schon gleich beim ersten Stück auf dem Album "Let It In" sein Können zur Schau. Besonders das einfache Intro hat es mir an diesem Song angetan.
"Ashes" soll laut Woodward eine Art Konzeptalbum sein, dass sich mit dem "Kreis des Lebens, dem Tod und der zweifelhaften Rolle, die die Religion in dem Ganzen spielt". Dementsprechend wirkt das gesammte Album auch etwas düsterer als zum Beispiel der Vorgänger "Breadcrumbs" . Der zweite Titel "Cherubs", der deutlich rockiger und gitarrenlastiger klingt, beschäftigt sich dann auch inhaltlich mit der Vergänglichkeit und der Erinnerung an vergangene Zeiten. Aus dem dritten Titel "Infinite Horizons" klingt ebenfalls eine gewisse Traurigkeit heraus, wenn Josh Woodward singt:
Adrift at sea, in the searing sunlight
Veering forthright, toward nothingness
Diese Stücke, die weniger rocklastig sind, gefallen mir auf dem neuen Album am besten. So kommt etwa auch beim nächsten Titel "A Thousand Skins (Part 2)" Josh Woodwards schöne Stimme sehr schön zur Geltung, deren Wirkung durch die ruhige Pianobegleitung noch verstärkt wird. Etwas humorvoller als zuvor betrachtet Josh Woodward die Vergänglichkeit im nächsten Titel "The Handyman's Lament"
When the server's down, you *sudo /sbin/reboot* in a shell
When the market tanks, you call a broker, tell him "sell sell sell"
But when you're down, I don't know what to do
I never learned to fix a thing like you
"Anchor" ist dann wieder ein rockiges Stück. Bei ihm gelingt es Woodward aber ausgezeichnet, den Gesang sowohl rockig als auch melodiös vorzubringen, was mir richtig gut gefällt.
Weiter Highlights auf "Ashes" sind einmal "Swimming in Turpentine", das als etwas fröhlicheres Stück herausssticht, und Pompeii, das zwar den traurigen Grundton des Albums beibehält, aber trotzdem durch die dezente Streicherbegleitung nochmals positiv hervorsticht.
"Ashes" steht völlig zurecht in den Jamendo Charts, die vielleicht für manche etwas zu pathetisch geratenen Texte werden durch die wunderschöne Begleitung wunderbar gefühlvoll in Szene gesetzt. Der ruhige Grundton des Albums passt gut in den verschneiten Winter und ist auch wenn man nicht auf die Texte achtet, gleichsam entspannend und zum Nachdenken und Träumen anregend.
"Ashes" im Netz: Webseite | Jamendo
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