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Ras Tilo - Creative Commons

Creative Commons“ heißt das zweite Album von Vincent „Ras Tilo“ Rateau und beinhaltet ganze sechzehn Titel und ein Intro, die allesamt unter der gleichnamigen Lizenz veröffentlicht wurden.
Ras Tilo hat sich dabei ordentlich Verstärkung geholt: Ganze acht weitere Interpreten haben etwas beigesteuert, wobei einige sehr interessante Lieder herausgekommen sind. Aufgenommen wurde das ganze in Freiburg im Breisgau und Galway in Irland.

Der Stil lässt sich grob in Richtung Reggae einordnen, eine genauere Einordnung fällt aber schwer, da in diesem Rahmen relativ frei experimentiert wird. Das Album besteht hauptsächlich aus Remixes, die letztendlich auf insgesamt fünf Titeln basieren. Zwei davon, freedom und das französischsprachige Stück les illusionistes 2.0 sind auf dem ersten Album von Ras Tilo, „libera muziko“, zu finden. le lutin violoniste in dub, positive vibes und mon frère hingegen sind neu.

So verleihen die verschiedenen beteiligten Musiker, die ihren Stil mit einbringen, jedem Remix eine andere Richtung. So spielt zum Beispiel Woolf fünf Instrumental-Remixes mit der Melodica, was dem ganzen einen äußerst interessanten Klang gibt und The Essence versieht einen Remix von „mon frère“ mit einem ordentlichen Bass und elektronischen Klängen.

Doch nicht nur das sorgt dafür, dass viele der Lieder sehr unterschiedlich klingen, eine weitere Besonderheit des Albums ist, dass nicht, wie so oft, nur in einer Sprache, zum Beispiel Englisch, gesungen wird, sondern auch auf Deutsch und Französisch. Teilweise werden sogar alle drei Sprachen im selben Lied verwendet.

Die meisten Lieder klingen sehr entspannt und gelassen. Man merkt dabei deutlich, dass man sich hier Mühe gegeben hat, einen schönen Klang zu erzeugen. Recht gut zeigt das „out of the zone feat. Sis Tinka (positive vibes remix)“. Zur Original-Version von „ positive vibes“ gibt es auch ein Musikvideo, das in Irland gefilmt wurde und gut zu diesem Lied passt.

Die Liedtexte sind weitgehend schön und interessant, sofern man die jeweilige Sprache, in der Gesungen wird, versteht. Ein schönes Beispiel für das Zusammenspiel von deutschem und französischem Gesang ist bei „jusqu'au sommet feat. Saidaman (mon frère remix)“ zu hören.

Die Remixes mit Woolf hingegen werden hauptsächlich Melodica-Fans beglücken, da das Instrument hierbei deutlich von den restlichen Klängen abhebt, aber dennoch sehr gut dazu passt. Ein gutes Beispiel ist hier melodillusion feat. Woolf (les illusionistes 2.0 remix).

Insgesamt lässt sich sagen, dass alle die etwas mit Reggae anfangen können, aufgrund der vielen verschiedenen Remixes sicher etwas auf diesem Album finden werden, was ihnen gefällt. Die verschiedenen Variationen und Remixes der einzelnen Titel sind auf jeden Fall hörenswert und schön gemacht. Auch Freunde von mehrsprachigen Liedtexten kommen voll auf ihre Kosten.
Wer Instrumental-Versionen bevorzugt, kann man auf diese bei ccmixter zurückgreifen.

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