Tears of Steel

Tears of Steel

Zwei Jahre nach der Veröffentlichung des animierten Kurzfilms Sintel hat das Team von Blender wieder einen Open-Source-Film veröffentlicht: Tears of Steel. In knapp 10 Minuten wird eine post-apokalyptische Geschichte erzählt, in der enttäuschte Liebe die Menschheit zu zerstören droht.

Bei Tears of Steel geht es aber weniger um die Story, die Schauspieler oder den Soundtrack. Das Ziel war viel mehr die Weiterentwicklung der freien Rendering-Software-Blender, gute PR für das Projekt und natürlich darum, der Blender-Community Spaß und Unterhaltung zu bieten. Die technischen Aspekte des Projekts waren das Kamera- und Motion-Tracking, foto-realistisches Rendering, eine Verbesserung der Color-Pipelines, Feuer-, Rauch und Explosionseffekte und natürlich die Visual-Effects.

Bei dem gesamten Produktionszyklus kam ausschließlich freie/offene Software zum Einsatz. Neben Blender kamen unter anderem OpenShading, OpenColor und OpenImage zum Einsatz, beim Kamera und Motion-Tracking wurde mit Libmv verwendet. Für die Bildbearbeitung wurde GIMP, MyPaint, Krita und Inkscape genutzt, auf den Workstations lief ein 64 bit Ubuntu. Für den Ton kann das Blender-Team allerdings nicht die Hand ins Feuer legen, da hier mit externen Anbieter kooperiert wurde, die allerdings auch gebeten wurden, nur freie Software zu verwenden.

Der Film

Über die Qualität der Schauspieler und der Story kann man sicherlich trefflich streiten. Die Qualität der Effekte steht aber denen großer Hollywood-Produktionen in nichts nach. In Anbetracht der Tatsache, dass dies alles mit einem Budget von weniger als einer halben Millionen Euro erzielt wurde, ist das Ergebnis beeindruckend.

Online kann Tears of Steel zum Beispiel bei YouTube angesehen werden:
http://www.youtube.com/watch?v=R6MlUcmOul8

Downloads gibt es in zahlreichen Formaten hier. Wer die Weiterentwicklung von Blender unterstützen möchte, kann das z.B. durch den Kauf der DVD-Box tun, die auf vier DVDs den Film, die gesamte verwendete Software, alle Rohdaten und noch viele weitere Extras enthält.

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Kommentare (4)

Was soll das?

2 Euro wären auch zu viel!

Den Kommentar verstehe ich

Den Kommentar verstehe ich jetzt nicht so ganz...

Ist das sooo schwer?

Der Artikel wirbt für den Kauf der DVDs, also für das Geldausgeben für diesen "Film".

Und wie kommst du dann auf

Und wie kommst du dann auf gerade zwei Euro? Die Box kostet doch viel mehr...

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