Thomsen

Thomsen

Hinter dem norddeutschen und damit mir sehr vertrauten Pseudonym Thomsen verbirgt sich der bayerische Theater- und Medienwissenschaftler Thomas Bauernschmitt, der sich "auf dem Technofestival ebenso wohl wie in deiner Eckkneipe oder im Barfuss-Singkreis" fühlt, wie er in seinem Infotext angibt. Und zur Musik heißt es dort konkret: "Die Extreme und ihre Schnittmengen zwischen Folk und Elektro werden konsequent unkonsequent ausgelotet und in den Orbit geschossen. Schubladen werden aufgestapelt und wieder eingeworfen." Konkret? Nicht.

Am 27. Oktober erschien sein neuestes, selbstbetiteltes Album als CD und Download im Eigenvetrieb (CC BY-NC-SA). Es ist die achte Veröffentlichung seit 2007 und beinhaltet 14 Tracks, die der obigen Beschreibung durchaus einen Sinn geben. Die Elektronik steht im Vordergrund, dazu gibt es teils gelesene, teils gesungene Texte. Aber auch Gitarren ("Hier lang, da lang", "1996") und Akkordeon ("Sternsehen") kommen zum Einsatz. Die Texte stammen nicht nur aus Thomsens eigener Feder, er vertont auch Werke von Johann Wolfgang von Goethe ("Der Zauberlehrling"), Claudia Herbst ("Endlich Frieden für den Krieg") und Bertold Brecht ("Ballade von den Abenteurern").

Für das Video zum Opener "I Can Dance My Name" hatte sich Thomsen eine schöne Aktion ausgedacht, Fans und Freunde konnte Videos von sich schicken, in denen sie ihre Namen tanzen. Das ganze wurde dann passend zusammengeschnitten:

http://player.vimeo.com/video/52023536

Was mir an Thomsen (dem Album) sehr gefallen hat, ist der Abwechslungsreichtum der Texte (mal dadaistisch, mal albern, dann wieder tiefgründig) und der Musik. Schubladendenken ist bei Thomsen (dem Künstler) wirklich nicht angesagt.

Thomsen im Netz: Facebook | Myspace | Soundcloud | Twitter | Vimeo

(Der Original-Beitrag ist in meinem Weblog erschienen.)

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Kommentare (2)

Namen Tanzen? Das erinnert mich jetzt aber verdammt an Waldorfschulden ;)

In die Musik hab ich aber gleich mal reingehört und muss sagen, sind echt richtig gute Songs dabei!

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