all2gethernow: Werte 2.0 Reloaded [Update]

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all2gethernowWas vor einigen Wochen auf der c/o pop anfing, wird diesen Donnerstag auf der all2gethernow fortgesetzt: Die Diskussion darüber, wie die Musikindustrie einen Weg aus ihrer Krise finden kann.

Für die, die es noch nicht mitbekommen haben: Die a2n (formerly know as #unkomm) ist die Antwort der Netzgemeinschaft auf die Absage der Popkomm. Sie ist aufgeteilt in eine Konferenz und ein BarCamp. Plus natürlich mehrere Dutzend Parties in der ganzen Stadt.

Im BarCamp wird dann unter dem Titel "c/o pop präsentiert: Werte 2.0 - Geistiges Eigentum vs. Netzkultur - Teil 2: Lösungsansätze" dort angeknüpft, wo in Köln aufgehört wurde: Bei der Lösungsfindung. So sieht es zumindest der Plan vor. Die Runde wird nicht 100%ig identisch sein, aber die Hauptakteure sind wieder vertreten: Mark Chung (Geschäftsführer, freibank Musikverlags- und -vermarktungs GmbH und VUT-Vorstandsvorsitzender), Lars Sobiraj (Chefredakteur, gulli.com) und Stefan Herwig (Geschäftsführer Dependent, Mindbase) und meine Wenigkeit als Verterter der Piratenpartei. [Update] Als Vertreter der kreativen Zunft wird Micki Meuser (Komponist/ Vizepräsident, mediamusic e.V.) mit diskutieren.[/Update] Moderator wird diesmal Tim Renner sein.

Der Musikunternehmer und Professor an der Popakademie Baden-Württemberg hat durchaus eine sehr differenzierte Sichtweise auf das Geschehen im Musikmarkt. In einem Blogeintrag schreibt er

Die Musikindustrie ist auch von Natur aus kein Freund der Veränderung. Sie wollte ihr Geschäftsmodell bewahren. Dank Internet musste der Musikfan seit Ende der Neunziger kein ganzes Album mehr mit 10 bis 12 Songs für 14.99 Euro kaufen. Mit der Langspielplatte haben die Plattenfirmen und ihre Künstler aber seit je her ihr meistes Geld verdient. Die Revolution für den Musik-Konsumenten bestand darin, dass er nun im Web punktgenau das bekommen konnte, was er auch wirklich haben wollte. Wenn ihm nur 3 oder 4 Songs vom Album gefallen, nimmt er halt nur diese. Ein „Schönhören“ der restlichen Werke wie in unserer Jugend, ist somit nicht mehr notwendig. Schade für Labels und Interpreten, aber zugleich unabwendbare Realität. Gibt man dem Konsumenten nicht auf legale Weise das, was er haben will und was zudem technisch möglich ist, dann besorgt er es sich eben anderswo. Ist dieses Anderswo in der Illegalität, wird ihn das kaum moralisch belasten, zumindest solange wie es kein identisches, legales Angebot gibt.

Bleibt zu hoffen dass ihm gelingt, die Diskussion in fruchtbare Bahnen zu lenken. Möglichkeiten, wie Musiker sich im Internet präsentieren können gibt es genug, die man im Rahmen der a2n vorstellen könnte. Auch für das klassische Label gibt es hier noch mehr als genug zu organisieren - von der weiterhin nötigen PR-Arbeit ganz zu schweigen.

Wer also diese Woche von Mittwoch bis Freitag in Berlin ist, sollte definitiv die Chance ergreifen, die Sessions zu besuchen und aktiv mitzuhelfen, Wege zu finden, wie sich Musikindustrie und Konsument wieder friedvoll annähern können. Die momentane Situation, in der vor allem Rechtsanwälte die Profiteure sind, sollte ein Ende finden.

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Kommentare

Hey, ich hab 2 Freikarten dafür gewonnen, kann aber nicht einfach mal so unter der Woche nach Berlin jetten - wer möchte die haben? Bitte schnell bescheid geben auf www.myspace.com/botanybay2007 oder info@botanybay.cc
Gruß Laura von botany bay!

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