Cory Doctorows "Little Brother" als Hörbuch und Film

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Little BrotherCory Doctorow ist einer der bekanntesten Creative Commons-Autoren. Sein Buch "Little Brother" wurde allein in den USA über 90.000 Mal verkauft. Und obwohl - oder gerade weil - es eine deutsche Übersetzung des Buchs gibt (Übersetzer Christian Wöhrl: klick), wird es laut gulli.com demnächst vom Rowohlt-Verlag verlegt werden.

Cory scheut sich nicht, das Urheberrecht zu kritisieren und sieht vor allem in der massiven Einschränkung von Kopierrechten ein Hindernis für die Gesellschaft. Für ihn geht die Rechnung auf. Don Murphy, Produzent von Filmen wie Natural von Born Killers und Transformers hatte Juni 2009 die Filmrechte an Little Brother gekauft. Noch wurde mit dem Dreh zwar nicht angefangen, aber was nicht ist, kann noch werden.

Netzpolitik.org hat nun das seit heute verfügbare Hörbuch aufgetrieben. Simon Columbus sieht dies als "ein schönes Beispiel dafür, was freie Lizenzen ermöglichen". Dem kann sich der Autor dieses Textes nur anschliessen.

Kopieren ist Leben. Wer nicht kopiert, ist tot.

"Little Brother" könnte eine Dystopie sein, wäre sie nicht so überzeugend realistisch.

Der Schüler Marcus Yallow wird nach einem Terroristenanschlag in San Francisco durch die Heimatschutzbehörde festgenommen, verhört und gefoltert. Als durchaus talentiert Hacker weigert er sich, seine Passwörter zu verraten und muss teuer dafür bezahlen. Als er endlich freigelassen wird bemerkt er, dass sein Laptop manipuliert wurde und rklärt er dem DHS den "Krieg".

Zusammen mit anderen Hackern baut er das sogenannte Xnet auf, ein Kommunikationsnetzwerk das der "Widerstandsbewegung" (Xnetter) eine verschlüsselte Kommunikation ermöglicht. Doch auch dieses System ist nicht fehlerfrei. Das Xnet wird von DHS-Agenten infiltriert und ebenfalls überwacht, wodurch Marcus gezwungen wird das Medium zu wechseln und gründet ein Web-Of-Trust um dann zum finalen Gegenschlag ausholen zu können.

Heruntergeladen werden kann das Hörbuch bei archive.org oder auch per BitTorrent:

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