Hälfte der Anklagepunkte gegen The Pirate Bay abgeschmettert!

Kurz-URL: http://mkzä.de/75

The Pirate Bay LogoGestern begann der Prozess gegen die bekanntesten Datenpiraten des 21. Jahrhunderts und heute gab es auch gleich die erste Sensation: Die Hälfte der Anklagepunkte musste fallengelassen werden!

Torrentfreak.com berichtet, dass den Angeklagten diese sensationelle Coup gelang, indem sie die technische Unbedarftheit der Ankläger ausnutzen konnten. Kern der Verteidigung war, dass die Ankläger nicht nachweisen konnten, dass sie wirklich den Tracker von The Pirate Bay genutzt hatten. Auf vielen der Screenshots war klar zu erkennen, dass sie nicht mit ihm verbunden waren. Ausserdem waren sie nicht in der Lage, das Konzept der DHT zu erklären, über die trackerlose Torrents möglich sind.

Fredrik Neij, einer der Angeklagten, gelang dieser Nachweis, dass den Anklägern offensichtlich nicht bekannt ist, wie das BitTorrent-Protokoll funktioniert und dass sie keine Beweise haben, dass Tracker von The Pirate Bay für die ihnen vorgeworfene Beihilfe zu Urheberrechtsverletzungen genutzt wurden. Definitiv ein geschickter Sachzug, der aber auch die Frage aufwirft, wieso die Anklage scheinbar vollkommen ohne technisch versierter Ermittler so einen Prozess anzettelt. Als einzigen Anklagepunkt ist nun noch das "zugänglich machen" von urheberrechtlich geschütztem Material geblieben, so der Staatsanwalt Håkan Roswall. Alles was mit Reproduktion zu tun hat, muss aus der Anklage entfernt werden.

Peter Sunde, ebenfalls Angeklagter fand auf Twitter.com klare Wort dazu:"EPIC WINNING LOL"

Die IFPI versuchte in einer Pressemitteilung diesen Rückschlag schönzureden: "Jetzt hat der Staatsanwalt die Gelegenheit sich auf den Hauptvorwurf, das Bereitstellen von geschütztem Material, zu konzentrieren."

Es bleibt also weiterhin spannend!

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