P2P-Blockbuster: Ink - 400.000 Downloads in weniger als zwei Wochen

Kurz-URL: http://mkzä.de/270

InkLange Zeit interessierte sich kaum jemand für den Film Ink des Independent-Filmers Jamin Winans. In 10 Monaten schaffte er es in gerade mal 15 US-Städten in Kinos, Hollywood lehnte ihn rundweg ab. Auch die Verkäufe auf DVD und Blu-Ray bewegten sich jetzt durchaus im üblichen Indie-Rahmen. Bis dann am 5. Novemver 2009 der Film in den BitTorrent-Portalen auftauchte. 72 Stunden später war er einer der meistgefragtesten Filme im Netz.

Bei einigen Portalen belegte er sogar unangefochten den ersten Platz - mit deutlichem Abstand vor den aktuellen Blockbustern aus Hollywood. Im Torrentfeak-Ranking der Top-10-Pirated-Movies belegte er letzte Woche den vierten Platz. Bei der Filmedatenbank imdb.com schaffte er es im "MOVIEMeter" auf den 16. Platz.

Was blieb den Machern also anderes übrig, als die "Piraterie" zu umarmen? Natürlich stehen die Chancen sehr gut, dass es ihnen jetzt deutlich leichter fallen wird, das Budget von 250.000$ wieder auszugleichen - ein Dollar pro Download und sie hätten fast das doppelte reingeholt (hierfür gibt es mittlerweile einen PayPal-Button auf der Webseite). Bei den DVD- und Blu-Ray-Verkäufen konnten sie bereit seine deutliche Steigerung feststellen. Nach ihrer Aussage war es das Beste was ihnen passieren konnte, dass der Film in den Tauschbörsen auftauchte.

Wir wollen nicht reich werden, aber wir wollen unseren Investoren ihr Geld zurückzahlen und auch den riesen Berg persönlicher Schulden den wir auf uns nehmen mussten, um den Film zu drehen. Wir wollen nicht nach Hollywood (Jamin hatte bereits mehrere Angebote) und planen weiterhin heftige Independent-Filme zu drehen. Um das machen zu können brauchen wir auf die Macht der Leute weltweit, die Macht der Torrenter die für unseren Film ein paar Kröten ausgeben. Dies ist das Indie-Film-Modell der Zukunft und wir fordern jeden auf, unseren Film zu sehen. Es scheint, dass wir hier alles Rebellen sind... Also lasst uns diese Fahne stolz in den Wind halten.

Kiowa K. Winans

Wer jetzt den Film über die 8-jährige im Koma liegende Emma, die in ihren Träumen von einem brutalen Söldner heimgesucht wird, sehen möchte, hat nun zwei Möglichkeiten: Den Griff zur Torrent-Suchmaschine der Wahl oder erstmal bei YouTube den Trailer anschauen und danach das Orginal kaufen.

Quellen: torrentfreak.com, gulli.com

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Kommentare (10)

Etwas konsequenter könnte man schon sein und das downloaden per torrent explizit erlauben und auf Downloadmöglichkeiten auf seinem Portal hinweisen.

Genau die Frage habe ich auch per Mail an die gestellt... Bin auf die Antwort gespannt. :)

Ink hat oben rechts einen PayPal Spenden Knopf.

[...] 11.11.2009 400.000 Downloads in nur zwei Wochen – der Indie-Film „Ink“ wird zum p2p-Blockbust... [...]

da sieht man Mal echt gute Beispiele, dass uns nicht wirklich die Musik und die Filme gezeigt werden, die wir auch wirklich hören wollen. Es werden stattdessen die Filme gezeigt, die das meiste Geld im Nacken haben und das ist wirklich traurig. Ich habe gespendet !

Ja das liegt an den ganzen Lobby Gruppen. Die entscheiden wer was macht.
23 23 23 =) kennt sich einer mit der Verschwörungs Theori aus?=

natürlich hängt alles nur vom Geld ab, wer Geld hat, kann sich sowas leisten, da stehen manch andere bessere Filme im Hintergrund

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