breiPott

Breipott-LogoDer Berliner breiPott ist in vielerei Hinsicht einzigartig. Was aber eine Erwähung auf Projekt auf diesem Portal hier bringt ist die Tatsache, dass dort nur freie Musik gespielt wird.

Dabei ist aber nicht die Maxime "hauptsache frei". Vom Team wird natürlich erstmal überprüft, ob die Musik qualitativ akzeptabel ist und vor allem auch den Geschmack der Kunden treffen könnte. Bevor sie dann an einer der drei Audio-Tankstellen auch heruntergeladen werden kann, wird bei der GEMA die Bestätigung eingeholt, dass es sich wirklich um GEMA-freie Musik handelt. Zusätzlich wird auch vom Künstler bzw Netlabel die Genehmigung eingeholt, dass sie damit einverstanden sind, im breiPott verbreitet zu werden.

Aufgrund der Vielfalt alternativer Lizenzen ist diese doppelte Absicherung nötig. Neben Creative Commons gibt es auch noch zahlreiche andere Lizenzmodelle, die eine freie Nutzung ermöglichen. Die Musiker und Netlabels übergeben den Betreibern ihre Werke daher grundsätzlich mit dem Recht zur kostenlosen Weitergabe und zur Aufführung vor Ort. Dies hat dafür gesorgt, dass der breiPott Cocktailbar, Künstlerplattform, Musikvertrieb und Szenetreff in einem ist.

Der Ablauf für die Verbreitung der Musik ist relativ einfach: Die Urheber laden ihre Musik auf den breiPott-Server. Dort können sie neben Künstlernamen, Songtitel, jeweiliger Lizenzierungsform und gegebenenfalls präsentierendem Label auch Bandfotos, Albencover, redaktionelle Kurzbeiträge oder Diskografien hinterlegen.

An den USB-Terminal können dann MP3-Player, Mobiltelefone oder USB-Sticks angeschlossen werden. Die Besucher können dort alle Musiktitel in voller Länge anhören und auf das persönliche Speichermedium laden. Der integrierte Hitcounter liefert zu jedem Stück Download-Statistiken, die automatisch angezeigt werden - so bekommen sowohl Künstler als auch Konsumenten direkt eine Rückmeldung, wie erfolgreich die Musik ist.

Breipott Lounge
Im Ladenlokal selber laufen tagsüber ausschließlich Playlist-Zusammenstellungen aus dem Musikarchiv. Ein mit den Terminals verbundener Monitor zeigt im Großbildformat zum aktuell laufenden Song Titel, Künstler, Lizenzierungsform und präsentierendes
Internetlabel an. Das gesamte Musikarchiv-Inhalte ist auch über die breiPott-Website
abrufbar.

Aber auch abseits der Musik ist man bereit, neue Wege zu gehen. Jeden Montag gibt es dort "breiKlang". Vom Koch wird ein kreatives Drei-Gänge-Menü mit rundem Reis - von pikant bis süß - und anderen leckeren und gesunden Zutaten zubereitet. Gespeist wird dann zu den Klägen von Live-Musik. Der Clou daran ist, dass jeder für das Essen so viel zahlt, wie es ihm wert ist. Dies ist leider nicht immer kostendeckend, so ist dem ein oder anderen das Menü nur drei Euro wert. Aber es kommt auch immer wieder vor, dass ein Zwanziger in der Kasse landet - im Schnitt zahlen die Esser drei Euro.

Für zusätzlich Geek-Faktor sorgt dann dienstags das Daddeln auf einer Großbildleinwand. An einer ATARI 2600 Konsole, einer Wii Station, einer PlayStation2 oder was auch immer gerade vorhanden ist. Hauptsache, es macht Spaß. Auch hierzu wird wieder Musik serviert.

Adresse

Wer also freie Musik offline erleben möchte, sollte sich dieser Adresse merken:

breiPott
Sonntagsstraße 30
10245 Berlin (Friedrichshain)

Schräg gegenüber der U-Bahn-Station "Schlesisches Tor" ist der breiPott mit der BVG bestens zu erreichen. Rund um die Uhr mit der U1, bis 24 Uhr mit dem Bus 147 und danach mit dem Nachtbus 65.

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Kommentare

Di, 08/18/2009 - 18:18 — Stefan (nicht überprüft)

Es stört ein wenig, dass ich absolut distanziert von sowohl Köln als auch Berlin lebe. Dort scheint es die meisten medialen oder politischen Ereignisse zu geben. Sowohl Konferenzen als auch solche Angebote.

Allerdings scheine ich in Zukunft beiden Städten auch nicht sonderlich nahe zu kommen...

PS: Bei deinem Durchschnittswert scheint es einen Fehler zu geben. minimal drei Euro, maximal 20 Euro, dann ist der Durchschnitt wohl mehr als "drei Euro" :)
Keine Ahnung, was ich für ein Drei-Gänge-Menü bezahlen würde. Vielleicht 6€? Bin als Schüler nicht so reich.

Di, 08/18/2009 - 23:04 — musikpirat

Rein aus dem Minimum und dem Maximum ergibt sich ja nicht der Durchschnitt. Wenn einer 3€ zahlt, einer 20€ und dann noch drei jeweils 4€ haben wir mit fünf Leuten 35€ was einen Schnitt von 7€ pro Person macht.

Also ein Drei-Gänge-Menü in brauchbarer Qualität für 7€ zu bekommen ist definitiv günstig - vor allem wenn es auch noch gut ist. :)

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