Netaudio Berlin

Vom 08.-11. Oktober veranstaltet Netaudio Berlin sein zweites internationales Netaudio Festival. Der Themenschwerpunkt liegt im 20. Jahr des Mauerfalls auf dem Fokus „East meets West“. Damit soll dem Fakt Rechnung getragen werden, dass in den letzten Jahren vor allem im Osten Europas eine vielfältige und bunte Netaudio-Landschaft entstanden ist, die ihren Charme und ihre Kraft aus der preiswerten Möglichkeit zur Musikdistribution zieht.
Musikalisch wird, wie es für Netaudio fast schon typisch scheint, der Bogen über die verschiedenen Spielarten des Minimal, Techno, House. Ambient, Noise, Dub, Drum’n’Bass, Pop, TripHop, Dubstep, Breakbeats, Drone, Hip Hop und Techdub spannen. Auf "echten" Instrumenten gespielte Musik scheint auch hier noch eher Mangelware zu sein. Ein interessantes Phänomen, dass sich auch in Köln bereits beobachten lies. Beim Free! Music! Contest und auch beim OpenMusicContest dagegen war es genau umgekehrt.
Neben der großen Anzahl eher unbekannteren Künstlern, die die Netaudio-Szene maßgeblich prägt, werden in Berlin zahlreiche bekannte Namen zu finden sein: Pheek, D. Diggler, Erich Lesovsky, Marc Schneider, Goldwill, Tanith, Stereoshape, SCSI-9, Disrupt, Holger Flinsch, Marko Fürstenberg sowie das Kraftfuttermischwerk. Ingesamt werden bei der dreitägigen Veranstaltung über einhundert Künstler teilnehmen - auf acht Floors.
Tagsüber gibt es dann neben zahlreichen Workshops und Diskussionen mit hochkarätigen Experten – und auch ein Filmprogramm, zahlreiche Showcases, eine Netaudio-Messe sowie verschiedene Beiträge aus anderen Kunstformen. Neben der zentralen Rolle und Funktion, die sich die Macher des Festivals für die Entwicklung der Netaudio-Landschaft erhoffen, wollen sie Berlin als Zentrum des musikalisch-strukturellen Dialogs zwischen Ost und West profilieren. Dies soll vor allem durch dir Integration verschiedenster Netlabels aus allen Teilen Europas erreicht werden.
Als besonderes Projekt wurde zum Anlass des 20. Jahrestages des Mauerfalls das Projekt “Berlin Wall of Sound” ins Leben gerufen. Ziel ist die Sammlung von Fieldrecordings entlang des früheren Mauerstreifens, um so die historischen Orte akustisch erlebbar zu machen. Jeder kann sich beteiligen und Aufnahmen auf der Webseite ohne größeren Aufwand hochladen. Die Ergebnisse werden dann im Rahmen des Festivals präsentiert.
Stattfinden wird das Ganze in der "Maria", einer Location direkt auf dem ehemaligen Todesstreifen im Berliner Bezirk Friedrichshain, die durch die jährlich stattfindende "Club Transmediale" internationale Bekanntheit besitzt.
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