SoundCloud - We Move Music

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SoundCloud-LogoBei der Durchführung des Free! Music! Contests kamen wir schnell an einen Punkt, an dem wir ein Problem hatten: Wie können uns die Bands ihre Stücke einreichen? Selbst als MP3s mir 128 kbit/s wären (wir rechneten mit 50 Bands) schnell 150 MB zusammengekommen. Per E-Mail macht sowas wenig Spaß. Auch über ein Webformular ist das ganze eher suboptimal. Aber zum Glück gibt es ja SoundCloud...

SoundCloud ist eine der einfachsten Möglichkeiten, größere Dateien zu senden und zu empfangen, die es im Netz gibt. Als Empfänger ist ein Account in wenigen Minuten eingerichtet und für den Sender ist es noch einfacher: Einfach auf die Webseite mit der DropBox des Empfängers gehen (entsprechende hübsche Buttons sind natürlich vorhanden), Datei aussuchen, gegebenenfalls mit Meta-Daten spicken, Artwork dazu packen und Lizenz aussuchen, auswählen ob die hochgeladene Datei öffentlich oder privat sein soll und abschicken. Zusätzlich hat man noch die Option, das Original herunterladbar zu machen, da für das Online-Abspielen die Dateien in MP3s umgewandelt werden.

Wenn dies alles getan ist, bekommt der Empfänger eine E-Mail über ein neues Stück in seinem Dashboard.

Mehr als nur rapid sharing

Noch ist der Unterschied zum 1-Click-Hoster um die Ecke eher marginal. Abgesehen natürlich von der Wohltat, dass man auf SoundCloud nicht mit Werbebannern voller halb-nackter Frauen, Männer, Hunde und Katzen bombardiert wird. Auch muss man keine 666 Sekunden warten, um als nicht-zahlender Nutzer an die Downloads zu kommen. Also was genau bietet SoundCloud mehr?

Abseits der "Kernfunktion" Musik hochladen und verteilen gibt es natürlich Community-Features. Man kann sich Gruppen anschließen, Accounts folgen, durch alle öffentlich zugänglichen Stücke stöbern, schauen war gerade am beliebtesten ist, Nachrichten verschicken und empfangen, nach Musikrichtungen suchen, im Forum schreiben - quasi das übliche. Garniert mit konfigurierbaren Widgets, die dann einfach auf externen Seiten eingebunden werden können.

Dazu kommt dann aber noch ein Feature, dass bei Musik-Playern einzigartig sein dürfte und das erklärt, warum SoundCloud unter Musikern extrem beliebt ist: Im Widget können direkt Kommentare zu den Musikstücken hinterlassen werden - und zwar nicht einfach nur in einer schnöden Liste darunter, sondern exakt an den Stellen im Stück, die gefallen. Dort werden sie dann auch wiederum angezeigt und können von anderen gelesen werden.

Dadurch, dass sich nicht jeder Nutzer daran hält und nur eigenes Material hochlädt, ist dort auch sehr viel an kommerzieller, unfreier Musik vorhanden. (Aber niemandem weitersagen!) So z.B. gibt es sehr viele Stücke von Moby, der aber auch mit einem eigenen Account auf der Seite vertreten ist und ein sehr aktiver Nutzer der SoundCloud ist. In einem Blog-Beitrag wird ausführlich geschildert, wie er SoundCloud in seinen FaceBook-Account integriert hat und darüber dann auch CDs verkauft - mit "social discount".

Kostenlose Accounts vs Bezahl-Accounts

Als registrierter Nutzer bekommt man für hochgeladene Dateien allerlei Statistiken und kann auch mehr Dateien hochladen. Dies ist dann auch der Punkt, an dem die finanziellen Aspekte der Seite beginnen: Es gibt drei verschiedene Pro-Accounts, die dem Besitzer selbiger die Möglichkeit geben, mehr Dateien hochzuladen, ausführlichere Statistiken und besseren Support zu bekommen. Die Kosten liegen bei 9€/99€, 29€/299€ und 59€/599€ (Preis pro Monat / pro Jahr).

Aber auch mit dem kostenlosen Account hat man allerlei Möglichkeiten: Fünf Stücke pro Monat kann man hochladen von denen die insgesamt letzten 10 angezeigt werden, drei Sets werden angezeigt und eine Contact-Liste mit 20 Plätzen steht zur Verfügung. Für den Privatgebrauch durchaus ausreichend.

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Kommentare (4)

ich möchte meine eigene Musik hochladen Peazh

Alternativ eventl. noch audiofarm.org

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