Pioneer One ist das aktuellste Creative Commons-Projekt von Josh Bernhard und Bracey Smith, den Machern des Indiependent-Spielfilms Lionshare. 450.000 Downloads machten den Film zum erfolgreichsten Vodo-Release bisher und führten dazu, dass die beiden nun ein neues Experiment gestartet haben: Eine Science-Fiction-Serie, die rein für Filesharer produziert wird. Für die erste Episode von "Pioneer One" haben sie 6.000$ über Kickstarter gesammelt und hoffen nun auf weitere Spender.
Mixtapes haben eine lange Tradition in der privaten Nutzung von Medien, ganz egal ob nun Musik oder Videos zusammengestellt wurde. An diese Tradition knüpft das aktuelle Vodo-Release an. Sechs kurze Clips wurde zu einem 51-minütigen Mix zusammengestellt.
Nachdem die Kaiserin Lucia die Macht auf dem Planeten Echelon ergriffen hatte, begann sie systematisch und erbarmungslos alle zu verfolgen, die für die "Shard" empfänglich sind. Unter dem Vorwand eine Seuche einzudämmen, werden die sensitiven Menschen gezielt isoliert und getötet. Archon Defender beschreibt den Weg der jungen Colette, die als Kind vor der Verfolgung von ihrer Heimatwelt fliehen musste und seitdem nach ihrer eigenen Identität sucht.
Auf der Flucht werden ihre Eltern getötet und sie entdeckt, dass sie für die Shard-sensitiv ist. Verwaist flieht sie auf den Planeten Archon, dort entdeckt sie unter der Obhut des herrschenden Rates ihre vollen Fähigkeiten und tritt der Armee bei. Dabei geht sie eine enge Bindung zu ihrem Flügelmann ein, dessen Verlobte ebenfalls Soldatin aber nicht Shard-sentiv ist. Zwischen dem Medium und dem Flügelmann gibt es prinzipbedingt eine tiefe emotionale Bindung, was zu weiteren Problemen führt.

Endlich ist es da, das Vodo-Release #003. Um für die Wartezeit zu entschädigen gibt es dann auch gleich ein Double-Feature: Vor den Spielfilm "Lionshare" wurde der animierte Kurzfilm "Legacy" gepackt. Die Geschichte von Legacy ist schnell erklärt: Alien landet auf der Erde auf der Suche nach Menschen. Findet auch etwas, das so aussieht, wie es es erwartet. Sammelt es ein und fliegt zufrieden weiter.
Aber auf zu Lionshare. Junge verabredet sich mit einem Mädchen, dass er auf der Datingplattform OkCupid kennengelernt hat. Beide treffen sich und trinken zusammen in Bier. (Besser schmeckt ihnen übrigens das deutsche Weizenbier ;) Sie kommen auch ein wenig ins quatschen und beschliessen, Ghostbusters zu schauen. Natürlich gibt es diesen Meilenstein der Filmgeschichte nicht mehr in der Videothek und sie laden ihn über die (erfundene) Community-Filesharing-Seite Lionshare runter. Junge verliert sich daraufhin in der Plattform, das Mädchen dagegen verliert das Interesse an ihm.
2008 gewann Emperor beim Portable Film Festival und war beim vierten Asian-Pacific Festival of 1st Films in der Kategorie "Bester Kinofilm" nominiert. Durchaus eine respektable Leistung für einen "Zero budget"-Film.
Wir wollten uns selber testen und schauen, ob wir einen Film ohne Budget drehen konnten. Also haben wir nach dem Mantra "Wenn du kein Geld hast, hast du auch keines ausgeben" gearbeitet.
Seit der ersten Nachricht über das VODO-Projekt ist nicht nur das Netzwerk der teilnehmenden Webseiten angewachsen, auch die Zahl der Filme ist gestiegen, zur Zeit werden 15 Filme angeboten. Das Special-Feature dieses Monates ist In Guantanamo.
Man stelle sich vor, ein Indipendent-Filmer hat sein neues Meisterwerk vollendet. 4 GB Film in HD-Qualität warten darauf, heruntergeladen zu werden. Ein normaler Webserver wäre nicht in der Lage, diese Menge an Daten eingermassen brauchbar zu verteilen. Ein Torrent? Mit einem einzelnen Server ebenfalls nicht zu machen. Und bis die einzelnen Teile eine ordentliche Verbreitung haben, wird es Tage dauern - falls überhaupt jemand bis zum Ende wartet.
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