Farewell Flight - Sound.Color.Motion

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sound.color.motion-coverFarewell Flight, eine Indie-Rock-Band aus Harrisburg, Pennsylvania wurden bereits als "real good" gelobt. Dieses Lob stammt zwar vom eigenen Leadsänger Luke Foley, bringt aber genau auf den Punkt, was der Autor dieser Zeilen beim Hören gedacht hat. Das Album "Sound.Color.Motion" ist ein musikalisches Glanzstück, klanglich etwa zwischen Coldplay und Death Cab for Cutie einzuordnen. Die entspannende Musik beeindruckt durch nahezu perfekte Arrangements, der Stimme von Luke Foley, die sich dann auch ziemlich Chris Martin-mäßig anhört und der ebenfalls Coldplay-ähnliche Piano- und Gitarrenbegleitung.

Der beste Track auf dem Album ist "Widower", dessen Refrain einem einfach nicht aus dem Kopf gehen will. Doch auch die restlichen Stücke von Farewell Flight möchte man nicht aus dem Kopf bekommen. Im Gegensatz zu manchem Mainstream-Gedudel kann man sich zu den Stücken von Farewell Flight auch einfach mal hinlegen, der Musik zuhören und relaxen. Nach den Fliegerlieds-Faschingstagen tut dieser Flight richtig gut.

In Stücken wie "Sailors Mouth" finden sich eine ganze Menge von Country-Elementen, was wohl auf die ländlich geprägte Heimat und darauf, dass im Schulbus des Songwriters Luke Foley immer nur Country gelaufen ist, zurückzuführen ist. Die Country-Klänge verleihen den Stücken aber zum Glück keinen kitschigen Hauch, sondern sorgen für eine gelungene Abwechslung und das "gewisse Etwas".

Jeder der Coldplay, DCFC oder The Fray mag sollte in das Album zumindest reinhören, aber auch für alle anderen lohnt sich der Blick über den Tellerrand. Von jedem Titel, ob mit Pianobegleitung, Countryklängen oder mit Geigentönen im Hintergrund, kann man ehrlich sagen, dass er "real good" und hörenswert ist. Und wenn Luke Foley fragt "See what I mean?" (Zitat auf Myspace), dann kann man getrost sagen: Ja.

Bei diesem musikalischem Talent verwundert nicht nur die Band selber, dass die Jungs nach vier Veröffentlichungen immer noch keinen Plattenvertrag haben (was vielleicht für uns auch nicht so schlecht ist, da wird deswegen wohl in den Genuss der kostenlosen Alben kommen). Die Labelsuche ist laut Luke Foley zum Haare ausreißen, trotz aller freundlichen Zusagen kam es noch nicht zu einem Deal.

Wenn also jemand von Farewell Flight einen Vertrag anbieten kann - keine falsche Scheu! Aber auch die unter uns, die kein Plattenlabel besitzen, können helfen, indem sie für das Album einen kleinen Obulus bezahlen oder das bald erscheinende Album "Lonesome Traveler" kaufen.
Die Band hat es verdient!

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myspace
noisetrade

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