Homeward Bound

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Homeward Bound

Squinch Owl ist das Soloprojekt der New Yorker Sängerin Sofia Albam. Sie ist Teil des Kollektives "Folkroutes", das sich der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Folkmusikern aus dem Nordosten der USA verschrieben hat. Sofia Albam ist - laut eigenen Angaben - das uneheliche Kind von Nancy Sinatra, klingt aber eher wie die amerikanische Schwester von Laura Marling.

Albam spielt Banjo, Akkordeon, Geige und singt - und das allles kann sie ausgezeichnet. Bevor sie alleine Musik gemacht hat, war sie Mitglied der Gruppe "Sons of an Illustrious Father". Im Oktober 2010 veröffentlichte sie ihr erstes richtiges Album unter dem Namen "Homeward Bound".

Schon der erste Titel "Meet Me There" bietet einen guten Vorgeschmack auf die Vielzahl ihrer musikalischen Fähigkeiten. Mal hört man aus ihrer Stimme die Verletzlichkeit einer 18-Jährigen, die sie noch ist, mal klingt sie, als hätte sie bereits das gesamte Elend der Welt gesehen, und müsste es nun aus sich herausschreien. Nicht anders geht es im nächsten Stück "I Am Always Coming Home". Genremäßig ist es ebenfalls wieder zwischen Punk , Folk und Americana einzuordnen, wobei ihre Musik mich stark an aufstrebende, ebenso junge englische Folk-Musiker wie Johny Flynn oder Laura Marling erinnert.

Der dritte Titel auf dem Album "Bury Me" beginnt mit einem melancholisch stimmendem gepfiffenem Solo. Im Gegensatz zu den vorigen Stücken kommt "Bury Me" sehr ruhig und fast gediegen daher, was aber Sofias Stimme gut zu Geltung kommen lässt, während sie darüber singt, dass sie gerne sterben möchte.

Eine viel positivere Botschaft lässt der darauf folgende Track "We Will Do Great Things" verlautbaren. "I'm glad that we were born", dem Fazit, zu dem Sofia Albam im Song kommt kann man beim Hören nur zustimmen. Es wäre schade, solche Musik verpasst zu haben.

Klar, dass man sich danach besser fühlt - mit "Feel Better" ist der nächste Track also passend benannt. Das gute Gefühl wird natürlich im darauf folgenden Stück "Cut The Thread" nicht zerstört, aber eine Prise Melancholie kommt dann doch wieder dazu.

Den wunderschönen Abschluss des Albums bildet dann "What It Is". Für mich ist das das beste Stück des Albums, Akkordeon und Banjo bilden die perfekte Begleitung für Sofia Albams raue und gleichzeitig klangvolle Stimme.

Das ganze Album schafft es, eine Lagerfeuerstimmung aufzubauen, und ist mit seinem Folk-Punk-Undefinierbar-Stil jedem Fan von Laura Marling, Peggy Sue oder Johnny Flynn (ja, ich muss die Ähnlichkeit nochmal betonen) zu empfehlen.

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