Slaraffenklang

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SlaraffenklangSlaraffenklang, das sind im Grunde zwei Bands. Die eine heißt Slaraffenland, die andere Efterklang. Gemeinsam haben die beiden Bands, dass sie beide aus Kopenhagen kommen, und beide beim Label Rumraket unter Vertrag stehen. Dieses Label wiederum wurde von Efterklang gegründet und betrieben. Als sie gefragt wurden, ob die beiden Bands nicht bei einem großen dänischen Festival spielen wollten, kamen sie auf die Idee, dass es auch ganz cool wäre, in einer Band mit zwei Drummern und einer Menge verzerrter Gitarren zu spielen, und hoben Slaraffenklang aus der Wiege. Der Auftritt beim Sono Festival wurde dann auch ein voller Erfolg.

Eine Aufnahme dieses Auftritts kann man sich ebenfalls bei Rumraket herunterladen. Slaraffenklang covert jeweils Stücke der beiden Bands, arrangiert sie neu oder macht sie einfach nur „lauter und donnernder”. Am 24. Juni traten die beiden Bands gemeinsam im Royal Danish Playhouse auf, und stellten nachher eine Aufnahme zum kostenlosen Runterladen bereit. Eine Entscheidung für die man nur dankbar sein kann.

Erster Titel auf der Aufnahme ist „Miragone”, ein Hybrid aus Efterklangs Song „Mirador” und Slaraffenlands „Long Gone”. Aus einem rockigeren Stück und einem sehr ruhigem Stück wird etwas komplett neues. Auch wenn man „Long Gone” noch etwas besser heraushört wirkt „Miragone” viel bombastischer und ist somit der perfekte Opener. Die
zwei Bands erzeugen einen fast orchestralen Klang, der die ganze EP beherrscht.

Bei den beiden folgenden Stücken, darf jede Band jeweils ein Stück der anderen Covern. Zuerst nimmt sich Slaraffenland „Cutting Ice To Snow” vor. Das entstandene Cover ist wieder etwas rockiger, ohne aber den träumerischen Charakters des Originals zu verlieren. Efterklang verwandelt im Gegenzug „Postcard” zu einem getragenem Song. Für mich klingt das Resultat sogar besser als das Original. Ein einfacher Schlagzeugrhytmus und die sanfte Stimme von Efterklangs Leadsinger Casper Clausen machen das Stück für mich zum Highlight der Aufnahme.

Track Nummer Vier ist ein Hybrid aus „Falling Out” von Slaraffenland und „Mirror Mirror” von Efterklang. Das Intro ist sicherlich nicht jedermans Geschmack, wer die heulenden Stimmen über sich ergehen lässt, wird aber schnell belohnt.

Die EP endet passenderweise mit dem Stück „Away”. Hier zeigen die zwölf Musiker nochmals ihr ganzes Können. Wie eigentlich die ganze EP läd auch „Away” zum Träumen und in der Musik Versinken ein.

Diese „Mutantenband” hat mit „Prinser & Vikinger Live At The Royal Danish Playhouse” eine wunderbare Ep geschaffen, perfekt geeignet für die musikalische Untermalung kalter Herbstabende. Spannend ist es auch sich die jeweiligen Originalstücke auf den
Websites der Band anzuhören und die Veränderungen nachzuverfolgen.

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