10 Jahre Creative Commons!

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10 Kerzen

Nach langer Vorarbeit wurde vom 15. Dezember 2002 etwas bahnbrechendes der Öffentlichkeit übergeben: Die erste Version der Creative-Commons-Lizenzen. Heute ist dieses federführend von Lawrence Lessig entwickelte Lizenzwerk nicht mehr wegzudenken. 23 Millionen Wikipedia-Artikel, 15 Millionen Inhalte bei Wikimedia Commons, 240 Millionen Bilder bei Flickr, über 350.000 Songs bei Jamendo, fast 200 Spielfilme bei vodo.net, fast 20.000 Remixe bei ccMixter, 120 Alben bei Magnatune, 400 Alben bei Bandcamp, weit über 10.000 Uploads jede Woche bei Soundcloud und fast zwei Millionen Videos bei Vimeo sind beeindruckende Zahlen. Aber nicht nur das, sie sind eine unüberhörbare Stimme gegen die Untergangspropheten die vorhersagen, niemand würde mehr kreative Werke veröffentlichen können, wenn nicht jede einzelne Kopie davon unmittelbar entlohnt würde.

Für mich persönlich ist ccMixter zum Inbegriff der Creative-Commons-Musikszene geworden. Mit knapp 20.000 Songs im Vergleich zu anderen Portalen winzig, dafür sind die Künstler dort ganz besonders. Denn im Gegensatz zu den meisten Musikern erlauben sie nicht nur das kostenlose Verbreiten ihrer Werke, sondern auch das Erstellen von Remixes. Ein Tag ohne Besuch auf der Seite ist für mich fast undenkbar geworden. Auch, weil es fast schon an Arbeit grenzt, nach zwei Wochen Urlaub alles zu hören, was an neuen Songs eingestellt wurde. Bei mehr als 10 neuen Liedern pro Tag im Schnitt kommt in zwei Wochen einiges zusammen. Die Mühe lohnt sich aber, denn man bekommt immer wieder neues zu hören. Einzelne Gesangsspuren sind in über 100 Remixes verwendet worden, und doch klingen sie jedes Mal anders. Die stilische Bandbreite dort ist enorm, von Folk über Rock bis hin zu Dubstep ist dort alles vertreten - und zwar durchaus auch alles von einem Künstler.

Insofern war es für mich naheliegend, dass ich mich bei der Creative-Commons-Community mit Musik von ccMixter "bedanke". Weil Playlists auf Dauer langweilig werden, habe ich mich nach mehreren Jahren mal wieder an einem DJ-Set probiert. Geholfen hat mir dabei Mixxx, eine freie DJ-Software. Das Resultat ist sicherlich alles andere als perfekt, aber für einen Nachmittag Arbeit meiner Meinung nach akzeptabel. :o)

Für die Auswahl der Songs habe ich mich auf die Community verlassen. Aus den am besten bewerteten Titeln seit 2004 habe ich ja einen Titel ausgewählt und dazu noch mit einem Remix eines 2003 veröffentlichten Songs ergänzt, denn ccMixter ging erst November 2004 online. Das Ergebnis ist ein recht entspannter Mix aus Electro, DnB, Dub, Pop, Lounge, Trip Hop und House. Das Set steht unter einer NC-Sampling+-Lizenz, da einige der enthaltenen Songs unter dieser Lizenz veröffentlicht wurden.

Die Songs im Set sind: "Ophelias Symphony" von Tomas PhUsIoN, "No Meaning No (DJ Tripp No Jazz Dub Mix)" von Chuck D (feat. Fine Arts Militia), "Be Brave (feat. Norine Braun)" von Antony Raijekov, "The Next Step" von Trifonic, "Stop" (blue mix) (ft. hymn (hatcollector))" von Ghost_k, "The Sweetest Sin (ft. Trifonic & Amelia June)" von Loveshadow, "Gloria (angel mix w/DoKashiteru) (ft. DoKashiteru, Coblat)" von Snowflake, "Feeling Dark (Behind The Mask) (ft. Artexflow)" von 7OOP3D, "Radio Moscow: Funk in A (ft. ElRon XChile, Lawrence Lessig, Prokur, Acclivity, Eee Zee Mister Que)" von texasradiofish und "I Won't Play (ft. platinum butterfly)" von Admiral Bob. Die konkreten Lizenzen sind mit einem Klick auf den jeweiligen Titel bei ccMixter nachlesbar.

Viel Spaß beim hören!

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Kommentare (3)

Ich glaube, im ersten Satz müsste das "15. Dezember 2002" heißen ;-)

ccMixter will ich in Zukunft auch mehr nutzen. Obwohl ich Zweifel habe, ob sich meine krumme Musik dafür so anbietet.

*gnarf* das mit den 2012 habe ich wirklich konsequent überall verbacken. :P

Was deine Musik angeht, wirst du vermutlich bei ccMixter nicht ohne ein paar Stunden Gesangsunterricht an so viele Remixes wie Snowflake rankommen, aber darum geht es dort ja gar nicht. ccMixter ist ziemlich olympisch: Dabei sein ist alles. Und wenn man 2-3 Dinge beachtet, wird so ziemlich alles in einem Remix verwendet. Wegen der Nachhaltigkeit und so. ;)

Ha! Ich kann ja Schlagzeugspuren hochladen. ;)

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