Ingo Gabriel

Ingo Gabriel
Zurück nach Deutschland, hier gibt es schlieslich auch mehr als genug freie Musik zu entdecken. So stolperten wir bei der Recherche zu Openpot über Ingo Gabriel. Einen sehr vielseitigen Künstler aus Berlin.

Zum optimalen Genuss diesen Textes sollte beim Lesen der unter Electrolydian veröffentlichte Track Rollz gehört werden:


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Christian: Hi Ingo, wie wäre es für den Anfang mit ein paar Fakten zu deiner Person?

Ingo: Ich bin 1980 in der Hauptstadt Rumäniens Bukarest als Sohn eines Mathematikers und einer Deutschlehrerin geboren. Wir gehörten der deutschen Minderheit in Rumänien an. 1986 siedelten wir in die BRD nach Karlsruhe aus, wo ich bis zu meinem Studium aufwuchs.
Von 2002 bis 2006 habe ich am International Music College in Freiburg Jazz und Popularmusik studiert. Seit 2007 wohne ich nun zusammen mit meinem Vater (meine Mutter ist 2004 leider an Krebs gestorben und mein Dad ist auch nicht mehr der Jüngste) in Berlin und unterrichte Trompete/Musik und spiele an allen möglichen verrückten Orten Gigs.

Christian: Wie lange machst du schon Musik, und welche Instrumente beherrschst du?

Ingo: Instrumente spiele ich schon seit meinem sechsten Lebensjahr. Zuerst Blockflöte (was ich im Gegensatz zu den meisten Kindern sogar ziemlich cool fand) dann Trompete. Später hab ich mir dann noch autodidaktisch Percussion beigebracht und ein paar Akkorde kann ich auch auf dem Klavier drücken. 1998 hab ich dann mit dem Komponieren/Produzieren von elektronischer Musik angefangen.
Zuerst mit einem Atari und Akai-Sampler dann mit Mac und Logic und mittlerweile bin ich bei Ableton Live auf einem HP angekommen. Von 1998 bis 2002 hab ich der Region Karlsruhe/Mannheim regelmäßig die Drum`n`Bass-Parties mit meiner Djembe unsicher gemacht.
Da sind die Leute tierisch drauf abgefahren, das geilste Erlebnis hatte ich im MS Connexion in Mannheim als um 5 die Lichter an und die Musik aus ging. Da sind dann ca.1000 Leute derbe auf meine Beats abgefahren. Wahrscheinlich wäre es nur auf Koks noch besser gewesen. Ich hab mir dann gedacht, dass ich das mit der Trompete ja auch schaffen könnte, was sich dann auch bewahrheitet hat...
Studiert habe ich dann bei Gary Barone, einem aus L.A. stammendem Trompeter, der unter anderem mit Frank Zappa tourte und die Titelmelodie von "Starsky and Hutch" einspielte. Auf www.youtube.com/baronebrothers gibt es Aufnahmen von ihm und seinem Bruder Mike Barone zu hören. Das ist definitiv ziemlich hohe Kunst...

Christian: Wieso gibst du deine Musik unter CC frei? Ist sie nicht gut genug, um damit Geld zu verdienen?

Ingo: De facto verdiene ich dank Openpot.com mehr damit, meine Musik frei zugänglich zu machen als manch einer mit iTunes... It is a great idea! A new music order!

Christian: Wo kann man überall Musik von dir runterladen? Und welche Seite ist dir am liebsten?

Maschine Gun Trumpet

Ingo: Auf
www.openpot.com/ingogabriel,
www.openpot.com/electrolydian,
www.openpot.com/systemoverload und seit neuestem auch auf
www.gimmesound.com/ingogabriel.

Openpot und Gimmesound sind beides großartige Seiten. Nicht nur, dass man eine immer größer werdende Anzahl an Alben völlig kostenlos und legal runterladen kann, man unterstützt die Musiker dabei auch finanziell. Auf Gimmesound.com unterstützt man beim Runterladen sogar noch eine Charity-Organisation seiner Wahl.
Auf Openpot.com können User seit neuestem Compilations ihrer Lieblingssongs zusammenstellen. Wird ein Song aus dieser Compilation runtergeladen, wird der User an dem Erlös zu 10% beteiligt.

Christian: Hast du amiestreet.com/music/ingo-gabriel/ absichtlich nicht erwähnt? :)

Ingo: Ja, die Songs gibt's ja auch umsonst...

Christian: Na das klingt mal großzügig... Kannst du denn alleine vom Musikmachen schon leben?

Ingo: Noch nicht! Aber durchs Unterrichten kommt schon bisschen was rum...

Christian: Dann drücke ich dir mal die Daumen, dass daraus vielleicht doch noch etwas wird!

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