Paniq

PaniqDer Hamburger Künstler Paniq machte vor wenigen Tagen mit dem Beginn einer Spendensammlung für sein neues Album "The Most Remarkable Album On This Entire Planet" oder kurz "The Album" auf sich aufmerksam. Wir haben darauf hin weder Kosten noch Mühen gescheut, und ihm ein paar E-Mails geschrieben. Das Ergebnis folgt in wenigen Sätzen.

Paniq greift in seinen Werken immer stark seine persönliche Situation auf. Dabei reicht die Spanne von emotionalen Themen wie einer gescheiterten Beziehung bis hin zu Unterstützung der Piratenpartei bei seinem letzten Album "From Zero To Hero".
Die Auswahl der Musikstücke war wieder extrem schwierig, da Paniq ein sehr vielseitiger Künstler ist.

Am Ende fiel die Wahl auf diese zwei Stücke, beide stehen unter cc-by-sa.

Fröhlich plätschernd, klickernd...
23 is the new 42 (Neuron: Fire At Will, 2005)

Härter... :)
8-Bit Pioneers (From Zero To Hero, 2009)

Christian: Hi Paniq, erzähl doch erstmal kurz etwas zu dir.

Paniq: Eckdaten? Ursprünglich bin ich in Frankfurt geboren. Ich lebe zur Zeit mit meiner Frau Sylvia (eigentlich Verlobte, aber das klingt so doof) in Hamburg. Ich werde diesen Sommer 30 Jahre alt. Ich mache elektronische Musik, für die man vor einiger Zeit endlich ein Genre erfunden hat, nämlich "Electronica". Das fasst eigentlich jeden Stil ein, den man nur Computergestützt machen kann.

Christian: Wie lange machst du schon Musik? Welche Instrumente kannst du spielen?

Paniq: Seit meiner Kindheit eigentlich. Meine Mutter Marieluise Ritter produziert Hörspiele und Kinderlieder für Kinder und Erwachsene, und sie hatte sich dafür zuhause ein Heimstudio aufgebaut. Ich durfte da eigentlich nicht dran, aber ich habe mich oft heimlich dran gesetzt und
meine eigenen Sachen am Computer gebaut. Zu dem Zeitpunkt fand ich Eurodance und The Prodigy ganz toll, also habe ich versucht, genau so etwas zu machen.

Ironischer weise spiele ich praktisch kein Instrument so richtig. Ich habe als Kind einige Jahre lang Klavierunterricht bekommen, aber ich mochte es überhaupt nicht, anderer Leute Noten zu lernen, und habe lieber meine eigenen gespielt. Wenn ich komponiere, benutze ich einen Tracker, d.h. ich schreibe Note für Note ins Programm und höre mir dann das Ergebnis an. Ich bin also wahrscheinlich eher Komponist als Musiker.

Paniq - Die Millionärsgattin im Nobelkaufhaus

Christian: Was inspiriert dich?

Paniq: Ich glaube die meiste Zeit die Musik anderer Leute, da bin ich so ein bisschen wie die Millionärsgattin im Nobelkaufhaus. Wenn ich etwas höre, was mir gefällt, dann mache ich Gebrauch davon. Meistens weiß ich dann gar nicht mehr woher ich das habe, meine Hörer sagen mir das dann oft. Die Elemente fließen mir oft einfach so zu, ich arbeite weniger mit Konzepten, mehr von unten nach oben.

Meine Texte, wenn ich denn mal welche schreibe, sind aber immer sehr persönlich, und ich habe bisher immer damit meine eigenen Erfahrungen und Ideen verarbeitet. Das will ich auch in Zukunft tun, aber weniger über mich sprechen, und mehr über Dinge, die uns alle angehen. Ich will aber keine Protestsongs machen, eigentlich mehr Richtungsweiser.

Christian: Wieso gibst du deine Musik unter einer Creative Commons-Lizenz frei?

Paniq: Am Anfang war es eine rein praktische Überlegung. Im Musikbusiness wird man als Künstler vom Vertrieb abgezockt. Es blieb also nur der Selbstverlag. Hätte ich aber einen Preis für das Album verlangt, wäre das dem Ziel abträglich gewesen, die Musik zu verteilen, und dafür zu sorgen, dass sie gehört wird, denn darum geht es ja. Ich wollte also das Signal setzen: das hier kannst du deinen Freunden geben und ins Netz stellen wie du lustig bist, ohne dass dich jemand dafür abmahnt.

Mittlerweile halte ich das aber für eine Notwendigkeit. Musik gegen Geld bringt nicht notwendigerweise gute Kunst hervor. Es ist im Pop-Business ein Paradox entstanden, wo relativ unbedarfte Stücke Unsummen erwirtschaften, und das hat viele unsicher gemacht, weil das nicht der Erwartungshaltung entspricht. Das Pop-Business basiert auf einem riesigen Missverständnis. Was im öffentlichen Bewusstsein aufläuft ist immer noch oft einfach nur eine aggressive Werbekampagne, kein Selbstläufer. Finanzieller Erfolg bedeutet nicht, dass der Zuhörer dabei gewinnt.

Leonard RitterWenn ich also meine Musik verkaufe, muss ich sie bewerben. Wenn ich sie bewerbe, dann weiß ich nicht mehr: verkaufe ich jetzt gut, weil die Musik gut ist? Oder ist es die Werbung, die den Leuten vorgaukelt, dass die Musik etwas repräsentiert, was sie gar nicht ist? Wenn Du als Künstler heute noch Integer bleiben willst, dann musst Du zuerst die öffentliche Aufmerksamkeit finden und halten, und dann kannst Du, gestützt von deinen Freunden und Fans, vielleicht mal etwas wagen.

Ich will einfach nur Kunst machen. Wenn ich aber stattdessen mehr mit dem Geldverdienen beschäftigt bin, dann läuft etwas falsch. Und ich will auch nicht die Leute aussortieren in diejenigen, die mich bezahlen, und diejenigen, die mich abzocken wollen. Ich möchte beschenken. Manchmal kostet das etwas, sicherlich. Aber das Geschenk ist die Idee.

Manchmal, wenn ich etwas außerordentlich Gutes und Wahres sehe, einen kleinen Lichtblick in dieser manchmal doch sehr besorgenden Welt, dann muss ich vor Freude weinen, und ich sage mir: wenn jemand auf dieser Welt so etwas gemacht hat, dann kann sie nicht ganz schlecht sein. Wenn ich einen Zuhörer so trösten kann, wie ich getröstet worden bin, dann bin ich zufrieden.

Christian: Deine Schelte, dass der Vertrieb die Künstler abzocken würde, kann ich so nur beschränkt teilen. Denn die Damen und Herren da müssen ja auch Geld verdienen, und gerade kleine Labels stecken da sehr, sehr viel Enthusiasmus rein. :)

Paniq: Ich dachte da schon eher an große Vertriebe. Bei kleinen Labels fragt man sich oft: warum passiert da nicht mehr? Wenn ich dann nur daneben sitzen kann, und zusehen muss, wie nichts aus meiner Arbeit wird, dann ist das schon blöd, vor allem, weil oft ein exklusiv-Vertrag geschlossen wurde. Das kann auch eine Sackgasse werden. Im Selbstverlag zu veröffentlichen ist doch heute nicht mehr so schwer?

Vielleicht bin ich auch ein Control-Freak, keine Ahnung. Aber ich habe schon auch durch das Geschäft meiner Mutter einiges miterlebt, was Verlage angeht. Das hat mich vorsichtig gemacht.

Christian: Womit verdienst du dir das Geld für deine Brötchen?

Paniq: Ich habe als Anwendungsentwickler angefangen und arbeite jetzt als Spieleprogrammierer für 49 Games in Hamburg.

Demo-Szene unterschätzte Qualität ihrer Kunst

Christian: Wo auch sonst, immerhin bist du ja auch tief in der Demo-Szene verwurzelt. Wie siehst du das Verhältnis von Demo-Szene und Creative-Commons-Künstlern?

Paniq: Die Demo-Szene hat schon immer ihre Produktionen kostenlos veröffentlicht. Nicht zuletzt weil Verkauf- und Rechteverwaltung jede Menge Zeit kostet. In der Vergangenheit war es den meisten aber eigentlich Wurst, was mit ihrer Arbeit passiert, vielleicht auch, weil sie deren Relevanz grob unterschätzt haben. Seit den letzten Jahren haben sich aber Pop-Musiker wie Timbaland in der irrigen Annahme, Public Domain-Werke zu samplen, an solchen Szene-Tracks bedient, und das hat das Rechtebewusstsein der Szene doch erheblich geschärft.

Viele Musiker aus der Szene lizenzieren mittlerweile ihre Werke über Creative Commons, um die richtigen Signale zu senden. Ich denke die meisten benutzen die NC (Nicht-kommerzielle) Variante, die ich aber nicht mehr verwende. Das erweitert die Gebrauchsmöglichkeiten der Musik.

Christian: Sehr schönes Stichwort: Hast du keine Angst davor, dass andere deine Arbeit nehmen und damit viel Geld verdienen?

Das will ich erstmal sehen! Sicherlich ist die Musik wertvoll, aber Menschen suchen doch zuerst den eigenen Erfolg, bevor sie sich an der Arbeit Anderer bedienen. Unsere Remix-Kultur ist immer noch ein Mythos. Auf der anderen Seite ist dem Geschäftsmann eine für jeden unbegrenzt verfügbare Ressource unheimlich. Wie soll man etwas verkaufen, dass jeder auch so erhalten kann?

Außerdem: Die Creative Commons-Lizenz stellt klar, dass die Quelle des Musikstücks angegeben werden muss. Wenn einem Menschen etwas gefällt, dann wird er immer an der Quelle nach mehr suchen, und sich nicht mit einem Mittelsmann begnügen.

Und sollte einer jedoch trotz alledem mit meiner Musik erfolgreicher sein als ich selbst, dann ist das doch ein Lichtblick, spricht für die Qualität meines Schaffens, und fällt auch auf mich zurück! Wie einfach würde es dann erst werden, ein Album mit Hilfe der Öffentlichkeit vorzufinanzieren? Aufmerksamkeit ist doch in unserer Zeit wichtiger als Geld geworden.

Christian: Du hast vor wenigen Tagen, um exakt zu sein am Towel-Day, dein neuestes Projekt "The Most Remarkable Album On This Entire Planet" vorgestellt. Was hat dich dazu bewogen?

Sabbat-Monate für die Kunst

Paniq: Mein Job ist ein Vollzeitjob. Ich habe in den letzten Jahren immer weniger Zeit gefunden, mich der Musik auf eine angemessene Weise zu widmen, weil mir nur das Wochenende und spärlicher Urlaub blieben. Ich habe also schon länger nach einer Möglichkeit gesucht, mich zu verwirklichen, und endlich wieder an die Qualität anzuknüpfen, die ich vor fünf Jahren schon erreicht hatte.

Vor einiger Zeit hat mein kalifornischer Musikerkollege Auditory Canvas über Kickstarter ein Fundraising für sein erstes Album gemacht. Dabei ging es aber nicht um die gesamte Produktion, sondern nur um die Herstellung der CDs. Sylvia und ich waren beeindruckt in welcher kurzen Zeit das Projekt finanziert wurde, und wie wenige Unterstützer es dafür gebraucht hat. Also wollten wir das auch probieren.

Meine Firma hat mir großzügiger weise gestattet, dieses dreimonatige Sabbatical ("Sabbat-Jahr") zu verbringen, damit ich in dieser Zeit das nächste Album produzieren kann. Wenn wir also hoffentlich bald den Betrag zusammen haben, kann ich endlich wieder Wunder tun ;)

Christian: Produzierst du jetzt das erste Mal ein Album auf CD? Und hast du bisher über deine Kunst z.B. bei Jamendo schon nennenswerte Spenden erhalten?

Paniq: Sylvia und ich haben von "Story of Ohm" bei Erscheinen eine limitierte Auflage von 50 DVD-ROM's verkauft, die wir zu hause alle selbst gebrannt und bedruckt haben. Die DVDs gingen schnell weg, aber haben viel Zeit gekostet. Ich habe auch früher eine Zeit lang nicht-komprimierte FLAC-Versionen von den Alben zum Download angeboten. Das kam auch gut an, aber letztendlich möchte ich dann doch ab einem gewissen Punkt, dass jeder Zugriff auf alles bekommt. Eigentlich sollte man erst einen Preis verlangen, wenn die Nachfrage gedrosselt werden muss, weil die Stückzahlen begrenzt sind. Jedes Medium hat ein bevorzugtes Geschäftsmodell.

Die Spenden gehen durch Jamendo, und nicht direkt an mich, daher habe ich wenig davon mitbekommen. Es wird erst ab €100 ausgezahlt, ansonsten muss man extra anfragen. Ich bin aber auch grundsätzlich auf Jamendo schlecht zu sprechen. Der Webseitenaufbau ist langsam.
Downloads hängen in einer Warteschlange. Das Design der Seite ist übel. Die Reviews sind nach Sprachen getrennt. Unser "From Zero To Hero" Album wurde bei Veröffentlichung über eine Woche lang zurückgehalten. Am Ende habe ich entschieden, dass wir lieber alles selber machen, da haben die Hörer mehr davon.

Die neue paniq.cc Webseite und auch the-album.cc laufen komplett über die Google App Engine. Die Downloads bieten wir über Bandcamp an, die gerade für Audiophile viele exotische Formate anbieten wie FLAC, Ogg Vorbis und noch ein paar von denen ich noch nie etwas gehört habe. Bandcamp kann ich sehr empfehlen, auch wenn mir etwas weniger Flash auf den Seiten lieber wäre.

Christian: Inwiefern wird dieses Album anders als deine bisherigen Werke sein? Die Liste der geplanten Instrumente klingt schon ungewöhnlich. :)

Paniq: Von der Tiefe und Länge der Stücke möchte ich wieder mehr zurück zu meinem "Neurons: Fire at Will" Album, das ich immer noch für meinen absoluten Glücksfall halte. In diesem Jahr hat einfach so viel funktioniert, dass dabei sehr viele gute Stücke rausgesprungen sind, u.a. auch "Elektronische Musik".

Meine Fans haben aber auch oft betont, wie gut ihnen "Achillesverse" gefallen hat, das war ein deutsches Rap-Album, das ich vor neun Jahren produziert habe. Ich habe immer gesagt, dass ich solche Texte nicht mehr schreibe, weil ich kaum noch etwas zu sagen habe, aber das ist mittlerweile nicht mehr wahr. Die Themen haben sich nur geändert. Ich hatte viel Zeit, nachzudenken.

Ich tue mich aber schwer mit der Idee, die Texte nur auf Deutsch zu verfassen. Ich liebe die Idee, dass sich alle Menschen auf der Welt miteinander verständigen können, und ich liebe das Internet, und das ist nun mal eben nicht besonders Deutsch. Allerdings ist Deutsch meine Heimatsprache, und so werde ich wohl einen Spagat zwischen beiden Sprachen wagen müssen :)

Discographie - aus Sicht des Künstlers

Christian: Discographie"From Zero To Hero" war als Album doch irgendwie sehr anders als die vorherigen. Eigentlich ist keines deiner Alben genau so, wie das vorheriger.

Paniq: Ich sehe das genau so wie Du. Die Alben sind ein wenig wie ein Fingerabdruck. Die Stücke entstanden immer nebenher über das ganze Jahr hinweg und waren nie sonderlich geplant. Wenn ich genug Stücke zusammenhatte, habe ich ein Album gemacht.

"Mentalmilestones": von der Schule ins Arbeitsleben gerückt.
"Masterbot" fasst eigentlich sehr gut das furzige Bürofeeling aus der Zeit zusammen. In der Zeit habe ich auch auf Drängen eines Freundes meine ersten professionellen Monitor-Lautsprecher gekauft. Die Stücke klangen schlagartig wesentlich besser...

"Neurons: Fire At Will": fast alles mit den neuen Monitoren produziert. In der Demo-Szene das erfolgreichste Jahr gehabt mit den Tracks von diesem Album, ständig 1. Plätze gemacht. Plötzlich kam alles zusammen. Ich weiss noch, dass ich nach dem Release zu einem Freund gesagt habe: "Das war der Höhepunkt. Von hier ab kann es nur
noch schlechter werden."

Es gab aber Aspekte, die nicht so optimal waren: Buzz, das Programm meiner Wahl damals, wurde nicht mehr weiterentwickelt - es war Closed Source, der Code ging dem Programmierer bei einem Plattencrash verloren. Ich wollte etwas neues, aber es gab nichts, was Buzz ersetzen konnte. In der Firma lernte ich Open Source immer mehr
schätzen.

"Lost Known Good Configuration": Der Titel ist Programm. Zum einen eine Anspielung an "Last Known Good Configuration", der Rollback-Modus von Windows XP, wenn das System nicht mehr bootet. Zum Anderen bin ich in dem Jahr endgültig auf Linux gewechselt, weil ich mich durchbeissen wollte, und weil ich Linux für moralisch wertiger hielt (und immer noch halte). Ich wollte auch nicht mehr mit Buzz weitermachen. Anders
Ervik hatte die Buzzlib fast komplett nachgecodet und wir haben uns verbündet.In diesem Jahr haben wir angefangen, Aldrin zu programmieren. Auf der anderen Seite hatte ich aber auch das Gefühl, eine vertraute "pragmatische" Heimat verloren zu haben, und stattdessen einer Ideologie zu folgen, bei der ich erstmal nur Steine zu fressen bekomme. Das hat mich sehr deprimiert. Ich fühlte mich ein wenig wie der irre Hitler.. ich hoffe das macht irgendwie Sinn ;)

"Story of Ohm": In diesem Jahr habe ich mich in Sylvia verliebt, und zwar sehr unglücklich. Sie wurde von Ihrem Ex-Freund verlassen (der auch ein Szene-Kollege von mir war), und trauerte ihm immer noch nach; wir waren uns aber schon nah gekommen. Es war hart für mich in der Zeit, durchzuhalten, während sie ständig an ihrem Ex-Freund erinnert wurde. Sie war sich auch nicht sicher, ob sie noch einmal eine Beziehung eingehen wollte. Es brauchte viel Überzeugungsarbeit, um ihr "Das Projekt" nahezubringen. Alle Liebeslieder von diesem Album sind an sie.

Da ist eigentlich recht viel passiert in diesem Jahr. Sie wollte von Bonn nach Hamburg ziehen, weil dort ihr und mein Szene-Kreis war (49 Games wird von Farbrausch-Mitgliedern geführt), und ich habe dann eilig meinen Job gekündigt und bin ihr nachgezogen und habe bei 49 Games angefangen.

"From Zero To Hero": Die Arbeit war noch anstrengender als in der Firma davor, und am Feierabend hatte ich jetzt eine Freundin, um die ich mich kümmern musste. Ich begann, die Lust am Sound-Engineering zu verlieren, weil man da sehr lange an Details frickelt, und mir die Zeit ausging. Ich beschäftigte mich stattdessen mehr mit Harmonien und Akkorden, und deswegen ist dieses Album wesentlich melodischer geworden, und hat stark an Tiefe verloren.

Tja, und nun sind wir an diesem Punkt, wo ich gerne ernst machen möchte, und eine Situation schaffen, in der ich auf der vollen Höhe meines Anspruchs arbeiten kann. Ich mag mein Doppelleben nicht. Ich werde dieses Jahr 30, und ich muss beginnen, mich von dem loszumachen, was mir schadet (Arbeiten um des Geldverdienens willen), und in das investieren, was mich glücklich macht (Arbeit im Dienste eines höheren Zweckes). Der Status Quo vergiftet uns, wir brauchen einen neuen.

Sylvia und ich wollten auch sehr gerne etwas geschäftliches gemeinsam unternehmen, und so fiel uns jetzt diese Idee zu. Ich hoffe, dass wir mit dem Album genügend Aufmerksamkeit bekommen, um das nächste Album und vielleicht ein Musikvideo zu finanzieren. Oder etwas ganz anderes.
Auf jeden Fall etwas kreatives. :)

Christian: Danke, dass du dir die Zeit für unsere Fragen genommen hast. Wir drücken dir die Daumen, dass du das Geld für dein neues Album zusammenbekommst und warten gespannt auf das Ergebnis!

The Most Remarkable Album On This Entire Planet

Alle Informationen zu "The Most Remarkable Album On This Entire Planet"> gibt es auf the-album.cc.

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[...] Der Hamburger Künstler Paniq machte gut einem Monat mit dem Beginn einer Spendensammlung für sein neues Album "The Most Remarkable Album On This Entire Planet" oder kurz "The Album" auf sich aufmerksam. Innerhalb weniger Wochen gelang es ihm, 7095€ zu sammeln. Paniq greift in seinen Werken immer stark seine persönliche Situation auf. Dabei reicht die Spanne von emotionalen Themen wie einer gescheiterten Beziehung bis hin zu Unterstützung der Piratenpartei bei seinem letzten Album "From Zero To Hero". Ein ausführliches Interview mit ihm gibt es hier. [...]

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