Dänemarks Erwählte beim Eurovision Song Contest

Emmelie_Daenemark_2013.jpg

Während ich als Einzige Georgien siegen sehe, sagen Wetten und Umfragen deutlich Dänemark als diesjährigen Sieger voraus, und zwar mit diesem Beitrag.

Oh, sorry. Da habe ich mich jetzt vertan. Der Beitrag ist es ja gar nicht, es ist natürlich dieses Lied.

Das erkenne an der verblüffenden Ähnlichkeit der Sängerin Emmelie Charlotte Victoria de Forest mit Königin Victoria von England, schließlich ist sie dessen Ururenkelin.

Ihr Großvater Maurice Arnold de Forest soll nämlich ein uneheliches Kind von Edward VII. (Sohn von Queen Victoria) und einer österreichischen Prinzessin gewesen sein. Diesen Stammbaum beansprucht sie jedenfalls in ihrem Marketing, seitdem eine dänische Zeitung (irrtümlicherweise) feststellte, dass ihr Großvater König Edward X. sei.

Zu König Edward VII. weiß Wikipedia zu berichten: "Aufgrund der Heiratspolitik seiner Mutter war Eduard mit fast allen europäischen Adelsfamilien verwandt und galt als „Onkel Europas“: So war er Onkel des deutschen Kaisers Wilhelm II. und des russischen Zaren Nikolaus II., des norwegischen Königs Haakon VII., Schwager des griechischen Königs Georg I. und Frederik VIII. von Dänemark, um nur die wichtigsten zu nennen." Das gibt schon mal 12 Punkte aus Deutschland, Russland, Norwegen und Griechenland.

Genug des Spottes, den Rest überlasse ich Rolf Seelmann-Eggebrecht. Aber ich gehe jede Wette ein, dass im Mai ausnahmslos alle TV-Kommentatoren auf ihre adelige Herkunft hinweisen werden.

Emmelie de Forest, bis zu ihrem Sieg der dänischen Vorentscheidung eine Unbekannte, versucht im Duett mit dem Schottischen Musiker Fraser Neill bereits seit Jahren im Genre Folkmusik Fuß zu fassen. Mit 18 zog sie vom Land in die Stadt nach Kopenhagen und nahm Gesangsunterricht. Mehr durch Zufall wurde ihr dann der Song „Only Teardrops“ von Lise Cabble (bereits mit mehreren Songs beim ESC erfolgreich), Julia Fabrin Jakobsen und Thomas Stengaard angeboten.

Aufgekratzt, barfüßig und im Flattergewand, begleitet von Flöte und Trommeln, so etwas kommt immer gut an und das Lied klingt auch ganz nett. Aber ich sehe da ein Problem: Emmelie kann ihr Lied nicht richtig singen, wie in London bei einem Soundcheck zu hören war.

Übrigens wurden bis 2012 für alle Proben Akkreditierungen vergeben. Ab 2013 sind die ersten Proben, wo die Toningenieure erst mal schauen, an welcher Stelle die Sänger abgeholt werden müssen, für die Öffentlichkeit gesperrt. Emmelie de Forest's Soundcheck beim London-Konzert lässt ahnen warum. Also ein weiteres ESC-Starprofil, das um Wettbewerbssiege konstruiert und auf Bluff angelegt ist? Und da uns beim ESC nichts erspart bleibt, wird der Bluff jetzt auch noch geadelt...

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Kommentare (0)

"schließlich ist sie dessen Ururenkelin."

Why do you repeat a hoax that has been thouroughly proven to be a falsehood, as is easily visible for anyone doing a basic Google search for her Wikipedia article?

1) She is NOT the granddaughter of any Maurice "de Forest"

2) She is ABSOLUTELY NOT the great-granddaughter of any royal.

She has compltely ordinary ancestors, Swedish commoners, and no royal ancestors. She and/or her father (who changed his name to the newly invented "de Forest" just before he died) have simply made up a bogus claim to be used as a marketing strategy.

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