Crowdfunding-Portal Sellaband insolvent

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Logo SellaBandWie gulli.com berichtet, ist das 2006 gegründete Crowdfunding-Portal Sellaband insolvent. Das hinter Sellaband stehende Konzept des Fan-finanzierten produzierens von Alben war von zahlreichen Portalen aufgegriffen worden. Je mehr Geld ein Fan in eine Produktion investierte, um so mehr Anteile bekam er am Erlös. Am 22. Februar 2010 wurde jetzt von einem Amsterdamer Gericht der Insolvenzverwalter bestimmt.

Diesem gelang es dann, dass das Unternehmen zur Deckung aller Verbindlichkeiten an eine Investorengruppe rund um neuen Geschäftsführer Michael Bogatzki zu verkaufen. Der Betrieb der Seite wird also weitergehen. Bis jetzt haben es 43 Bands geschafft, genug Anteile zu verkaufen und so die 50.000€ für eine CD-Produktion zu sammeln, insgesamt hat das Portal über 3 Millionen Euro gesammelt. Seit Oktober 2009 versucht dort auch die Band Public Enemy 250.000 US-Dollar für ihr aktuellen Album zu acquirieren.

Sellaband-Gründer Johan Vosmeijer sieht Crowdfunding weiterhin als Segen für alle Musiker an. Dieses Konzept sei sehr gut dafür geeignet, die traditionelle Musikindustrie abzulösen.

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Kommentare (2)

Wenn sowas so toll funktioniert, warum sind sie dann pleite?

Naja, dafür kann es viele Gründe geben. Die Idee an sich scheint ja zu funktionieren. Zumindest haben fast 50 Bands ein Album finanziert bekommen.

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