Filesharer kaufen mehr Musik

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Eine Umfrage des Independent bestätigte, was auch andere Umfragen schon gezeigt haben und in der Filesharer-Szene fast unisno postuliert wird: Filesharer sind die besseren Kunden.

Geschätzt sieben Millionen Nutzer im Vereinigen Königreich nutzen illegale Angebote. Laut der British Phonographic Industry (BPI), verursacht dies Schäden von 200 Millionen Pfund. Die Umfrage konnte die Zahl der Filesharer zwar nicht bestätigen, dafür aber die Schadenssumme in Frage stellen. Von den 1.000 Befragten im Alter von 16 bis 50 gab ein Zehntel zu, illegal Inhalte heruntergeladen zu haben. Hätte jeder Einwohner im UK einen Internetanschluß, würde dies zu sechs Millionen Piraten führen.

Auf die Frage, ob sie das Filesharing einstellen würden, wenn ihnen eine einmonatige Trennung vom Netz angedroht würde, antworteten 61% mit "Ja". Der Haken an der Sache: Filesharer geben im Jahr £77 für Musik aus, Nicht-Filesharer nur £44. Davon ausgehend, dass im UK Internetanschlüsse ähnlich verbreitet sind wie in Deutschland, sorgen die Filesharer für einen Umsatz von 1,4 Millarden Pfund, Nicht-Filesharer für "lediglich" 800 Millionen Pfund. Wenn nun also Three-Strikes-Gesetze dafür sorgen, dass Filesharer zu Nicht-Filesharer werden und diese dann auch ihren legalen Musikkonsum umstellen würden, würde der Schaden für die Musikindustrie bei über einer halben Milliarde Pfund liegen.

Selbst wenn Filesharer aber nur ein Zehntel weniger Musik kaufen würden, entspricht dies ziemlich genau der Summe, die jetzt als Verlust durch Filesharing geltend gemacht wird.

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Kommentare (3)

die im letzten drittel des artikels behaupteten korrelationen sind, gelinde gesagt, abenteuerlich. wer mit solchen "argumenten" in die debatte zieht, braucht nicht überrascht zu sein, wenn man nicht ernstgenommen wird.

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