Mehr Transparenz bei der GEMA in Sicht?

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Kontor vs. GEMAAm Montag hat sich der Petitionsausschuss des Bundestags für mehr Transparenz und ein faireres Abrechnungsmodell der GEMA ausgesprochen. Grundlage der Sitzung waren insgesamt drei Petitionen. Die erfolgreichste davon war die Petition von Monika Bestle. Sie erreichte über 106.000 Mitzeichner. Der GEMA wird von vielen Mitgliedern und Kunden ein ungerechtes Vergütungs- und Abrechnungsmodell vorgeworfen, das insbesondere die "kleinen Mitglieder" benachteiligen und die Existenz von kleinen Spielstätten gefährden würde.

Aber nicht nur bei kleinen Künstler und Konzertbetreibern wächst der Unmut. In der MusikWoche schaltete Kontor eine Anzeige, auf der ein Screeonshot zu sehen ist, der den eigenen YouTube-Kanal mit einem gesperrten Video anzeigt. Der Screenshot wurde mit den Worten "Liebe GEMA, vielen Dank für GAR Nichts!!" übermalt.

Konsequent wäre nun, aus der GEMA auszutreten. Bei den langen Laufzeiten der Mitgliedschaften ist dies allerdings nicht von heute auf morgen möglich. Das gleiche Problem hatte auch die Fantastischen Vier einen Tag vor der Veröffentlichung ihren aktuellen Albums erwischt.

Ob nun aus den Feststellung des Petitionsausschußes eine Reformation der GEMA entwickelt ist aber ungewiss. Max Stadler (FDP), parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministerium, bestätigte zwar das ”Grundproblem des pauschalisierten Abrechnungs- und Vergütungsmodells“ der GEMA, das besonders ”kleine und karitative Veranstalter“ treffe, ein Urteil des BGHs bestätigte aber bereits, dass der Verwerterverein weitreichende Autonomie bei der Gestaltung seiner Verträge habe.

Es sieht also so aus, als ob auch diesmal nur wenig Bewegung in die Situation können würde.

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Kommentare (2)

Die Scooter Geschichte stimmt nicht, oder die GEMA lügt. Die Videos, die man zu löschen wünscht, sind einvernehmlich mit den Rechteinhaber ausgewählt worden.

Was die Petitionen angeht, ich sehe da nicht so schwarz. Freilich müssten die Petitionen dazu erst einmal auf die Füsse gestellt werden, das heißt zu einer Sache des Parlaments werden, wie es Volker Kauder im Petitionsausschuss auch anempfahl.

Dass es mit dem Grundgesetz ein Problem gibt, kann eher vom Verfassungsgericht entschieden werden.

Nur ganz schnell das dazu.

F*CK. Die Sache mit Scooter ist in der Tat sehr ungeschickt formuliert... Der Kanal von Kontor ist natürlich noch offen: http://www.youtube.com/user/kontor?blend=1&ob=4

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