Protestveranstaltung gegen die Berner Übereinkunft mit Richard M. Stallman

Kurz-URL: http://mkzä.de/373

Im Rahmen einer am morgigen Donnerstag, dem 11. Februar 2010 um 13:00 Uhr auf dem Unteren Waisenhausplatz in Bern stattfindenden Veranstaltung gegen die Berner Übereinkunft wird wird unter anderem Richard Stallman einen Vortrag halten. Der Mitgründer von GNU/Linux ist seit langem ein erklärter Gegner des, seiner Meinung nach, ausufernden Urheberrechts.

Der Protest der parlamentarischen Gruppe Digitale Nachhaltigkeit kritisiert die Berner Übereinkunft von 1886, die in weiten Teilen die Grundlage des heutigen Urheberrechts bildet. Konkret werden drei Punkte angegriffen:

  • Das Urheberrecht hält viel zu lang.
  • Werke sollten nur urheberrechtlich geschützt sein, falls sie explizit Urheberrechte geltent machen
  • Der “Drei-Schritte-Test” für Ausnahmen zum Urheberrecht stellt den Urheber über die Öffentlichkeit und schränkt Freiheiten ein, die die Internet-benutzende Öffentlichkeit haben muss.

Stallman kritisiert das bestehende Urheberrecht stark. Es mache einige Stars sehr reich, unterstütze einen kleinen Teil der Künstler adäquat und sei ein elendes Versagen für den Rest. Es würde nur Grossunternehmen und die Musikindustrie unterstützen. Seine eigentlich Aufgabe würde es schon lange nicht mehr erfüllen:

Das Urheberrecht sollte zwei öffentliche Interessen abdecken: Erstens soll es die Publikation von neuen Werken stimulieren, zweitens soll die Freiheit geschaffen werden bereits publizierte Werke zu nutzen. Autoren und Künstler sollen dabei bereit sein, sich als Urheberrechtsinhaber ihrer Lizenzwahl durch die Öffentlichkeit beeinflussen zu lassen.

Passend zu der Protestveranstaltung ist auch das Manifest der kultuerellen Allmende, in dem ähnliche Forderungen festgehalten sind.

Der Protest folgt unmittelbar auf einen Vortrag von Stallman zum Thema Copyright um 10:00 Uhr in der Aula der Universität Bern. Nach dem Vortrag wird er zusammen mit den Demonstranten von der Aula des Hauptgebäudes der Universität zum Unteren Waisenhausplatz ziehen und dort eine Kundgebung halten. Wer den Vortrag sehen möchte, wird gebeten sich hier anzumelden. Zur Zeit haben sich bereits 184 Personen angemeldet.

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