Reality XL: In einem Monat ist Kino-Start

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Reality XL

Heute in genau einem Monat ist es soweit: Reality XL kommt in die Kinos. Somit geht eines der spannensten Kino-Projekte in die entscheidende Phase - den Publikumscheck. Tom Bohn, der vor kurzem der Piratenpartei beigetreten ist, hat mit Reality XL einen Traum verwirklicht. Er drehte einen Film vollkommen ohne Fördermittel und (ungewollte) Fremdeinflüsse, ohne dabei auf professionelles Arbeiten zu verzichten. Hierfür löste er zwei Lebensversicherung ein und überzeugte vom Schauspieler bis hin zum Effekt-Studio fast alle Beteiligten, auf Rückstellung zu arbeiten. Geld fliesst also an Heiner Lauterbach, Max Tidof, Annika Blendl, Godehard Giese und alle anderen erst, wenn der Film erfolgreich ist.

Am 13. Januar 2011 betreten 24 Wissenschaftler den Kontrollraum des Teilchenbeschleunigers CERN. Nach der Nachtschicht, die am 14. Januar 2011 um 6.00 früh endet, kommt jedoch nur ein Wissenschaftler wieder aus dem Kontrollraum heraus. Die anderen 23 sind spurlos verschwunden.

Der Wissenschaftler wird von zwei Beamten (männlich/weiblich) der ermittelnden Kriminaldienststellen befragt. Eine unglaubliche Geschichte nimmt ihren Anfang.

Parallel zu den Dreharbeiten berichtet Tom in seinem Blog über den Fortschritt und ermöglichste so Einblicke in der Filmhandwerk, die sonst nur wenigen vorbehalten sind. Den Anfang machte er am 17.02.2010 mit den Worten

Das Geld kommt von meiner Lebensversicherung, der Hamburg-Mannheimer. “Guten Tag, Herr Kaiser …. mein Name ist Thomas Bohn, bin Filmemacher und schminke mir wegen der Finanzkrise gerade ab, dass mein bei Ihnen sauer angespartes Geld in zehn Jahren mehr Wert ist als ein Brötchen auf dem Hamburger Fischmarkt.”

Es folgt die Vorstellung einzelner Beteiligter, des Prozesses des Drehbuchschreibens, der Besetzungen, Neubesetzungen, die Drehortsuche, Absprachen mit der Feuerwehr, Drehvorbereitungen, des Drehs, der Postproduction und was es sonst noch alles gibt. Näher kann man als Aussenstehender kaum an einer Produktion dran sein.

Auch danach blieb es spannend, denn aus "Im Sommer 2011 in den Kinos" wurde nichts, die Gründe dafür sind vielfältig und es dauerte eine ganze Weile, bis Tom anfang, im September wieder darüber berichtete.

Der Film ist fertig und was nun? Es ist nicht so, dass wir blauäugig ins Rennen um einen Veleiher gegangen wären. Co-Produzent Hans Franek war von Anfang an dafür nach der Produktion auch den Verleih selber zu wuppen: “Da wären wir dann konsequent, Tom!”

Tom rechnete danach vor, warum es sich für Indie-Filme nicht lohnt, einen Verleiher zu suchen, was ein Film an der Kino-Kasse einbringt und warum es auch nicht schlimm ist, wenn er doch floppen sollte. Weiter ging es mit einem sehr spannenden Thema, der FSK, die dann nach dem Einkassieren von über 1000€, was dem Aufwand für die Getränkeverpflegung des gesamten Drehteams von REALITY XL entspricht, die gewünschte Altersfreigabe von FSK 12 erteilte.

Als kleine Appetithäppchen empfielt es sich, die 10 minütige Kurzfassung des Making-Of anzusehen. Drei sehr kurze Ausschnitte aus dem Film gibt es (leider nur) bei Facebook zu finden: #1, #2 und #3. Zu guter letzt gibt es natürlich auch einen Trailer.

Nach der Welturaufführung am 8. Januar 2012 wird es hier dann einen Bericht geben, wie Reality XL im Kino wirkt!

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