gimmesound.com

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gimmesound.com-LogoVor einiger Zeit wurde hier über das Projekt Openpot berichtet. Und wie eigentlich immer bei guten Ideen, ist es auch hier: Nicht nur einer hat sie. Oder einer hat beim anderen abgeschaut. Wie auch immer, was Openpot kann, kann gimmesound.com schon lange: Werbefinanziert erhalten Künstler Geld für Downloads. Auszahlungen von mehr als 40 Cent pro Download sind keine Seltenheit.

Was bietet die Seite?

Das reine Hören der Stücke ist mit einem Flashplayer ohne Anmeldung möglich, der Download als DRM-freies MP3 erst danach - durchaus nahe liegend, wäre sonst das generieren von Clicks deutlich einfacher. Die heruntergeladenen MP3 sind selbstverständlich auch frei von Wasserzeichen. Geld erhalten die Künstler übrigens dann nur für die Downloads, nicht bereits fürs Anhören.

Ebenfalls zur Grundausstattung gehören die Möglichkeit, Freunde per E-Mail über interessante Stücke zu informieren und selbige auf einer Skala von 0 bis 1 zu bewerten. Leider fehlt eine Möglichkeit, Creative Commons-lizenzierte Inhalte entsprechend zu kennzeichnen oder zu suchen. Es wird darum explizit darauf hingewiesen, dass heruntergeladene Inhalte nur zur persönlichen Verfügung gedacht sind. Wer darüber hinaus irgendetwas mit ihnen anfangen möchte, kann aber mit einem Klick die Künstler kontaktieren.

Um die Interaktivität ein wenig zu erhöhen besteht die Möglichkeit, sich einem Künstler als Mitglied seines Fan-Clubs anzuschließen. Dahinter verbirgt sich zur Zeit aber nicht mehr, als dass Name und E-Mail-Adresse dem Künstler mitgeteilt werden.

Während z.B. Bandcamp dem Künstler ein möglichs komfortables Einstellen der Medien ermöglicht, gilt bei gimmesound die Devise "Purismus ist Trumpf". Akzeptiert werden lediglich MP3s, diese werden dann auch ohne weitere Konvertierung oder Auszeichnung gestreamt und zum Download angeboten.

Dennoch nähert sich die Zahl der angemeldeten Künstler der 2.000er Marke und die über 16.000 registrierten Nutzer sorgen zusammen mit den übrigen Besucher für fast eine Millionen Hits pro Monat. In Anbetracht der Tatsache, dass das Projekt erst April 2009 veröffentlicht wurde, eine beachtliche Zahl. Dazu trug sicherlich auch die offizielle Unterstützung vieler US-Indie-Labels wie z.b. Magic Bullet Records bei.

Statt einer schnöden Suche bietet gimmesound eine Funktion mit dem wohlklingenden Titel "Disover Music". Neben der Suche nach den üblichen Kriterien wie Künstler, Song-Titeln und Label kann man sich auch auf einzelne Länder oder Städte beschränken. Oder man sucht nur Künstler, die die eigene Lieblingswohltätigkeitsorganisation unterstützen.

Cash

Der wohl wichtigste Teil - aus Sicht der Künstler - dürfte der Mammon sein - sonst würden sie ihre Stücke ja nicht hier anbieten ;). Am Ende jeden Monats wird der Gewinn der Plattform ermittelt. Dieser wird aus den Einnahmen aus Werbung und Sponsoring berechnet, indem die Kosten für Mitarbeiter (sieben an der Zahl) sowie sonstige Ausgaben abgezogen werden. Der Rest wird durch die Anzahl Downloads geteilt. Hieraus ergibt sich der Betrag, der pro Download ausgezahlt wird. Daraus folgt natürlich auch, dass es keine garantierten Zahlungen gibt und ein Download mal 1 Cent, im nächsten Monat dann einen ganzen Dollar wert sein könnte. Diese Bandbreite wurde in der Praxis sogar schon erreicht. Die Auszahlung der Gelder an die Künstler erfolgt dann über Paypal.

Zusätzlich wird Ende des Jahres ein Betrag in Höhe von 2% der Nettoeinnahmen an wohltätige Institutionen gespendet. Jeder Nutzer kann selber entscheiden, wem sein Anteil zukommen soll. Unter den vielen Organisation befindet sich übrigens auch die Electronic Frontier Foundation. Wer sich für keine Gruppierung entscheiden kann, überlässt den Urhebern der Stücke die Wahl. Haben auch diese keine Entscheidung getroffen, entscheidet der Portalbetreiber.

gimmesound.com versucht, neben dem reinen Online-"Vertrieb" von Musik auch Offline im wahren Leben Akzente zu setzen. So gab es bereits zwei Wohltätigkeitskonzerte in Cambridge und in Brooklyn, deren Erlöse dem Mark Sandman Music Project bzw der Food Bank For New York City zu Gute kamen.

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Kommentare (3)

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