Openpot

Kurz-URL: http://mkzä.de/186

Openpot logoJeder Klick 10 Cent - davon können Musiker bei Musikportalen nur träumen.
Oder etwa doch nicht? Das im November 2007 gegründet Openpot setzt genau dieses Modell um. Drei feste und vier freie Mitarbeiter sorgen dafür, dass ~4.500 Nutzer, davon über 1.000 Musiker, diesen Traum leben können.

Openpot ist eine kostenfreie Plattform, auf der Musiker und Bands ihre Musik zum kostenlosen Herunterladen bereitstellen können. Für jeden Download wird der Künstler durch Openpot vergütet. 10 Cent werden zur Zeit pro Download quartalsweise ausgeschüttet – sobald eine Summe von 50€ zusammengeklickt wurde. Wie bei anderen Portalen hinlänglich bewiesen wurde, ist das keine unerreichbare Hürde. Hätte z.B. der bei Jamendo durchaus erfolgreiche Rob Costlow seine 100.000 Album-Downloads bei Openpot erreicht, wären ihm 10.000€ sicher gewesen.

Vorrausgesetzt natürlich, der Betreiber hätte sie eingenommen. Openpot ist ein rein werbefinanziertes Portal, das von den Nutzern als solches auch angenommen wird. Benjamin Czycholl von Openpot hierzu:

Unser Konzept integriert Werbung als system-relevante Komponente und wird auch von den Konsumenten so wahrgenommen. Immer wieder erhalten wir Feedback, in dem Nutzer u.A. berichten ihre Ad-Blocker gezielt auf unserer Seite zu deaktivieren, um dem System (also auch den Künstlern) gerecht zu werden.

Als ein weiteres interessantes Feature können die Nicht-Künstler auf der Seite seit kurzem bis zu 10 eigene Compilations mit bis zu 20 Titel zusammenstellen, maximal drei dürfen hierbei vom gleichen Künstler sein. 10% der ausgeschütteten Vergütung gehen an denjenigen, der eine Compilation erstellt hat - unter einem Cent wird der Anteil nicht fallen, auch wenn bei krummen Beträgen abgerundet wird. Natürlich haben die Musiker die Möglichkeit, ihre Musik von den Compilations auszuschliessen.

Damit das ganze System funktioniert, ist der Download nur registrierten Nutzern möglich. Jeder erste Klick auf ein Stück wird als zu bezahlender Klick gezählt, Folgeklicks entsprechend nicht, ausgezahlt wird dann über PayPal.

Weitere Funktionen

Natürlich können sowohl normale Nutzer als auch Musiker individuelle Profile einrichten und untereinander verlinken und Kritiken zu den Stücken können geschrieben werden. Ein Musikstück kann jeweils als "Promotion Track" eingerichtet werden, den dann auch unregistrierte Nutzer anhören und herunterladen können. Letzteres aber nur, wenn sie ihn zwei Freunden per E-Mail empfehlen.

Um neuen Besuchern auf der Seite ein wenig Orientierung zu geben, gibt es ein Ranking auf der Seite. Jeder registrierte User und Künstler sammelt Punkte, durch die sich eine Liste der populären Künstler und User ergibt. Jede Aktion (wie das Einloggen, Kommentare-schreiben, Herunterladen eines Tracks, Schreiben einer Kritik, etc. ...) füllt das individuelle Punktekonto. Was genau wieviele Punkte gibt, wird natürlich streng geheim gehalten - und die Punkte verfallen nach einziger Zeit auch wieder..

Top-Act zur Zeit ist Ingo Gabriel. Seine Kombination aus jazzigen Elektro-Beats mit Trompetenmelodien begeistert die Openpot-User schon seit Wochen.

Was auf einer Musik-Seite natürlich auch nicht fehlen darf, ist die Such-Funktion. Hier bietet Openpot die Optionen Genre, bestehend aus Pop, Hip-Hop, Elektro, Rock, Akkustik und Andere, Land, Stadt, und Name bzw Schlüsselwort. Alles sortierbar nach jeder der Kategorien.
Auch nach Track-Titeln kann gesuchet werden. Und mit MD5-Hash Codes sogar nach Tracks selbst - aber wer hat schon eine MD5 Prüfsumme eines Musikstücks parat?

Einziger Wermutstropfen: Obwohl Musiker ihre Stücke unter CC lizenziert veröffentlichen können, gibt es zur Zeit noch keine Option gezielt nach CC-Tracks zu suchen

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Kommentare (2)

[...] einiger Zeit wurde hier über das Projekt Openpot berichtet. Und wie eigentlich immer bei guten Ideen, ist es auch hier: Nicht nur einer hat sie. [...]

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